Twittern: Willkommen in der Welt des Glücks

von in Social am Mittwoch, 16. März 2011 um 16:17

Wieder einmal Twitter. Dass sich der Microblogging-Dienst mit seinen österreichweit rund 40.000 Usern mitunter auch zu Aufbau und Pflege einer „Personal Brand“ aber auch zur Jobsuche einsetzen lässt, haben wir vor wenigen Wochen beschrieben: Weil es auf Twitter relativ einfach ist, Anschluss an Gruppen mit einschlägigen Interessen zu finden. Eine neue Untersuchung zeigt nun auf, warum das so ist.

Das System von Twitter ist ja relativ einfach: Menschen sondern ihre 140-Zeichen-Messages ab und versuchen damit Personen anzusprechen, die sich für Ähnliches interessieren. karriere.at beispielsweise: Mehr als 810 Follower hat unser Twitter-Auftritt bereits für sich gewinnen können. Was diese mit uns verbindet: Ihr Interesse für Themen wie HR, Recruting, Jobsuche, Karriereplanung, Social Media, und, und, und…

Schenkt man der neuen Studie einer Gruppe von US-Wissenschaftlern von der University of Indiana Glauben, über die der Social-Media-Blog „Mashable“ und science.orf.at berichten, so neigen Menschen nicht nur in der freien Wildbahn dazu, sich Gleichgesinnten anzuschließen. Sondern die Bildung von Social Networks funktioniert auf diese Weise. Und noch mehr: Glückliche Follower folgen glücklichen Twitterern.

Für die Studie untersuchten die Psychologen nicht weniger als 129 Millionen Tweets mit einem speziellen Programm nach bestimmten Worten und Wortfolgen, denen man die Überbegriffe „glücklich“ bzw. „unglücklich“ zuordnen konnte.

Was dabei herauskam: Menschen, die laut den Studienergebnissen über ein ähnliches „Glückslevel“ verfügten, interagierten auch stärker miteinander über Twitter. Soll heißen: Es entstehen „Little happy Twitter clubs“.

Den Grund für diese Zusammenrottung von Glücklichen und Unglücklichen könne man auf mehrere Weisen interpretieren, so die Forscher.

Ein plausibler Ansatz sei, dass sich Menschen gezielt mit Gleichgesinnten umgeben. Ein Kriterium dieser Gleichheit könne auch der Gemütszustand sein. Zweite Erklärungsmöglichkeit: Das Glück anderer wirke auf Menschen ansteckend (ebenso das Unglück). Der dritte Erklärungsweg der Wissenschaftler klingt ebenfalls plausibel: Eigene Emotionen werden immer im Verhältnis zu Freunden abgewogen und auch artikuliert. Demnach fühlt man sich in Umgebungen wohl, die es auch gestatten, eigene Empfindungen auszudrücken.

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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