Grüne Kollegen: Die Top-Pflanzen fürs Büro

von in Arbeitsleben am Montag, 2. Juli 2012 um 12:45

Sie sind vieles: Grüne Kollegen, Raumteiler, Luftbefeuchter, Luftreiniger, Verbesserer der Atmosphäre, Lärmschlucker und alles in allem wahre Wundermittel: Pflanzen im Büro. Ihre positive Wirkung auf die Arbeitsumgebung wurde mehrfach durch Studien bestätigt. Ein Blick in die heimischen Büros zeigt: Vom ausgeklügelten Raumkonzept bis hin zum Wildwuchs ist alles möglich. Doch nicht jede Pflanze ist für ein Büroleben geeignet. Wir haben eine Expertin gefragt und unsere Büropflanzen vor die Linse geholt.

Wüste im Büro ist fast ausgestorben

Auch, wenn die derzeitigen Temperaturen stark an eine Wüste ohne Oase erinnern: In den meisten heimischen Büros herrscht keine Dürre. Denn Grünpflanzen, so die Zimmerpflanzenexpertin Manuela Lanzinger von die umweltberatung, sind schon in den meisten heimischen Büros zu finden. „Es gibt viele Studien, die die positive Wirkung der Pflanzen auf das Wohlbefinden und die Arbeitsleistung belegen“, weiß Lanzinger, dass viele Büros Wert auf eine Begrünung legen. In manchen wird in Eigenregie begrünt, vor allem größere Unternehmen ziehen nicht selten einen Innenraumbegrüner hinzu. Für alle gilt jedoch: Pflanze ist nicht gleich Pflanze.

Die Bürohengste unter den Grünpflanzen

Manuela Lanzinger

„Eine gute Büropflanze muss robust und pflegeleicht sein und auch Wärme gut vertragen. Die Bedingungen in den meisten Büroräumen sind nicht optimal und neben der richtigen Pflege ist auch der richtige Standort entscheidend“, erklärt die Biologin. Gut geeignet sind etwa Philodendren, Ficusse wie etwa der Ficus Benjamin, aber auch Palmen. Besonders diese kommen der meist trocken-warmen Büroluft gut zurecht. „Wer sich selbst eine Pflanze zulegt, findet dabei auf einem Kärtchen Pflege- und Standorttipps.“ Nähere Infos zu den perfekten Pflanzen für jede Bürosituation gibt die umweltberatung übrigens auch mit einem Poster, dieses kann kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden.

Die gängigsten Fehler in der Pflanzenpflege

Grundsätzlich, so Lanzinger, mögen die meisten Pflanzen einen halbschattigen Platz, direkte Sonne am Bürofenster führt zu Sonnenbrandflecken. Neben dem falschen Standort gibt es, getreu dem Motto: „Die meisten Pflanzen werden zu Tode gegossen“, einen Kardinalfehler: das Übergießen. „Gerade in einem Büro, wo mehr Leute sitzen, sollte unbedingt geklärt werden, wer gießt. Gießen alle, schaut es für die Pflanze schlecht aus.“ Die Expertin empfiehlt zur Bestimmung des richtigen Gießintervalls die Fingerprobe: Greift man auf die Oberfäche der Pflanzenerde und bleibt welche am Finger haften, ist noch genügen Feuchtigkeit vorhanden. Hat sich auf der Erdoberfläche Schimmel oder eine weiße Kalkschicht gebildet, heißt es Erde austauschen. Auch auf Schädlingskontrolle und Düngen (am besten mit biologischer Pflanzennahrung) sollte nicht vergessen werden.

Pflanzen-Check in unserem Büro

Büro-Chilliernte

Büro-Chiliernte

Die Mini-Sonnenblume

Basilikum: unser Allzweckkraut

Wir bei karriere.at haben sie auch, die Klassiker: Den großen Ficus als Raumteiler und die lustige Stachelpalme beim Eingang. Einmal versuchsweise weggeschoben zeigte sich schnell, dass wir uns an sie gewöhnt haben. Doch es gibt noch weitere Pflanzen bei karriere.at. Einen dunkelgrünen Daumen etwa hat jene Kollegin, deren Chilipflanze vergangene Woche erstmals abgeerntet werden konnte, Kollege C. freut sich über seine erste Sonnenblume und der Basilikumstock ist Gemeingut und verfeinert an hitzigen Tagen Salate & Co.

Fotonachweis: die umweltberatung, karriere.at

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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