Top-Arbeitgeber Europas: Diese Österreicher machten das Rennen

von in Arbeitsmarkt, HR am Freitag, 9. Oktober 2015 um 10:26

Für welche Arbeitgeber Absolventen am liebsten arbeiten würden, hat das trendence Institut unter mehr als 300.000 Studierenden in 24 europäischen Ländern erfragt. Unter den Top-Arbeitgebern finden sich auch drei österreichische Unternehmen. Eine Karriere in Österreich ist vor allem bei Berufseinsteigern aus Osteuropa gefragt.

Die Wünsche der Absolventen

Rund 300.000 Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen, haben für das Graduate Barometer Auskunft darüber gegeben, für wen sie am liebsten arbeiten würden. Unter die beliebtesten 100 Arbeitgeber europäischer Absolventen haben es auch drei österreichische Unternehmen geschafft: Red Bull landet in der Wunschliste der Absolventen auf Platz 37, die Erste Bank auf Rang 61 bei den Wirtschaftswissenschaftlern. Angehende IT-Fachkräfte und Ingenieure wählten die STRABAG auf den 53. Platz.

Top-Arbeitgeber Europa Umfrage

An die Spitze des Rankings der beliebtesten Arbeitgeber Europas kamen diese Unternehmen: Google und Volkswagen stehen auf der Wunschliste der Absolventen ganz oben. Im Kampf um die Gunst der Wirtschaftswissenschaftler liefern sich die Consultingunternehmen Ernst & Young, PwC, KPMG und Deloitte ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Europäische Technik-Absolventen setzen auf die vier Soft- und Hardwarehersteller Microsoft, Apple, IBM und Google.

So ticken die Absolventen auf Jobsuche

  • Unternehmenskultur ist für die Mehrheit der befragten Studierenden wichtig. Etwa die Hälfte von ihnen würde ein Jobangebot ausschlagen, wenn die Kultur eines Arbeitgebers nicht zu ihnen passt. Studierende aus der DACH-Region sind dabei besonders anspruchsvoll.
  • Die Frage „Geld oder Freizeit?“ beantworten die Absolventen klar mit: Mehr Freizeit, bitte! In fast allen europäischen Ländern möchten Studierende weniger arbeiten und nehmen dafür weniger Gehalt in Kauf.
  • Fixanstellung vs. Projektarbeit: 83 Prozent der Studierenden ziehen eine unbefristete Anstellung einer befristeten vor. Je unsicherer die Lage am Arbeitsmarkt, desto flexibler sind die Absolventen. Während sich 87 Prozent der Deutschen eine unbefristete Anstellung wünschen, streben nur 57 Prozent der Portugiesen eine unbefristete Anstellung an.

Arbeitsort Österreich auf der Wunschliste

Ein Arbeitsplatz in Österreich erscheint rund drei Prozent der Europäer verlockend. Damit liegt Österreich auf Rang 14 der beliebtesten Einwanderungsländer. Vor allem Absolventen aus Ungarn, der Slowakei und Tschechien möchten nach ihrem Studium hier arbeiten. Den Grund dafür erklärt trendence-Geschäftsführer Holger Koch: „Die osteuropäischen Absolventen sehen ihrer beruflichen Zukunft recht pessimistisch entgegen und erhoffen sich eine bessere Zukunft in Österreich“, so trendence-Geschäftsführer Holger Koch. „Sie sind gut ausgebildet und beim Gehalt nicht so anspruchsvoll wie einheimische Absolventen. Für Arbeitgeber, die ihren Bedarf an Berufseinsteigern nicht decken können, ist das Recruiting im osteuropäischen Ausland eine echte Alternative.“

Recruiting den Zielgruppen anpassen

Wer osteuropäische Fachkräfte rekrutieren möchte, muss seine Recruitingstrategien und Kommunikationswege anpassen. Absolventen aus Osteuropa nutzen soziale Netzwerke für die Jobsuche viel häufiger als Österreicher. Rund zwei Drittel informieren sich im Social Web über offene Stellen und Arbeitgeber. Jeder vierte osteuropäische Jobsuchende bewirbt sich direkt über Businessnetzwerke.

Zur Studie

Das trendence Graduate Barometer ist Europas umfassendste Absolventen-Befragung mit rund 300.000 Befragten an über 900 Universitäten. Die Studie wird seit 2003 jährlich durchgeführt. Befragungszeitraum: Oktober 2014 bis Februar 2015 (Deutschland: September 2014 bis Februar 2015)

Bildnachweis: Gonzalo Aragon/Shutterstock; trendence

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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