Teamwork: Kollektive Intelligenz schlägt Leistungen der Einzelnen

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 19. Oktober 2016 um 10:46

Teamwork begleitet uns von der Schulzeit bis in den Berufsalltag. Die Zusammenarbeit mit Kollegen klappt allerdings nicht immer reibungslos. Während manche Teams höchst effektiv zusammenarbeiten, ist die Arbeit in anderen Gruppen geprägt von Stolpersteinen. Woran das liegen könnte und wie sich die ideale Gruppe zusammensetzt – die Plattform Forschung erleben berichtet von Untersuchungen dazu.

Als kollektive Intelligenz wird die Fähigkeit einer Gruppe bezeichnet, über verschiedene Aufgaben hinweg gute Leistungen zu erbringen. Warum sind manche Gruppen besser als andere? Zwei Gründe sind für den Erfolg eines Teams ausschlaggebend: Wie sich die Gruppe zusammensetzt und wie die einzelnen Teammitglieder miteinander interagieren. Eine Gruppe, bestehend aus besonders intelligenten Mitgliedern, verspricht übrigens nicht automatisch den höchsten Erfolg. Viel wichtiger ist das soziale Wahrnehmungsvermögen und die Fähigkeit des Einzelnen, soziale Signale wahrzunehmen und richtig zu deuten.

Anhand von Mimik, Gestik oder Verhalten können Personen mit gutem sozialem Wahrnehmungsvermögen die Emotionen ihrer Mitmenschen erkennen. Wie kollektive Intelligenz und dieses Wahrnehmungsvermögen zusammenhängen, kann sogar in Online-Tests nachgewiesen werden. Das ist erstaunlich, da die Teilnehmer hier nur per Online-Chat kommunizieren und sich persönlich nicht sehen.

Arbeiten im Team: Die richtige Mischung machts

Gruppen, die über eine höhere kollektive Intelligenz verfügen, kommunizierten mehr miteinander. Die Partizipation geschah außerdem gleichberechtigter als in anderen Gruppen. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Teammitglieder auf diesem Weg das Potenzial und die Fähigkeiten aller Teilnehmer am besten ausschöpften. Gruppen, die hingegen von einigen wenigen Personen dominiert wurden, wiesen eine geringere kollektive Intelligenz auf. Sowohl die Gruppenleistung als auch deren Lernzuwachs konnte durch die kollektive Intelligenz vorhergesagt werden – auch dann, wenn Personen in Einzelarbeit keine verbesserte Leistung zeigten.

Genauso wie die Intelligenz einer Einzelperson lässt sich auch die Intelligenz einer Gruppe nachweisen. Warum manche Gruppen besser zusammenarbeiten als andere, kann mit ihrer Zusammensetzung und Interaktion erklärt werden. Diese Erkenntnis eröffnet spannende Denkansätze: Wie muss sich ein Team zusammensetzen, damit es möglichst produktiv oder kreativ arbeitet? Welche Gruppenkonstellation macht ein Team besonders intelligent? Nur zwei Fragen die dazu einladen, vielleicht die nächste Bildung eines Teams bewusster zu gestalten.

Bildnachweis: rawpixel/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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