Hoch die Tassen! Wer Pause sagt, muss auch Kaffee sagen

von in Arbeitsleben am Freitag, 30. September 2016 um 10:41

Kaffee: Das kostbare Lebenselixier begleitet uns durch harte Tage, langweilige Meetings und gesellige Pausen. International wird am 29. September der Tag des Kaffees gefeiert, in Österreich würdigt man das Heißgetränk am 1. Oktober mit einem eigenen Feiertag. Warum uns das schwarze Gold so glücklich macht und fünf Dinge, die ihr über Kaffee vielleicht noch nicht wusstet:

Kaffee ist das drittliebste Getränk der Österreicher. Kein Wunder: Er macht uns wach, macht gute Laune und ist ein schöner Grund, sich mit Freunden, Kollegen oder Familie zu treffen. Mit 250ml pro Tag liegt Kaffee nach Trinkwasser und Mineralwasser auf Platz 3 der am häufigsten konsumierten Getränke. Auf rund 8,3 Kilogramm Kaffee kommt jeder Österreicher pro Jahr – der europäische Durchschnitt liegt bei 5 Kilogramm. Mehr Kaffee trinken nur die Finnen und Norweger.

„Ich habe Blut im Koffeinkreislauf“

Gut zu wissen: Koffein ist nicht nur in Kaffee enthalten, sondern in relevanten Mengen auch in Grüntee, Eistee und Schokolade. Allerdings ist das Koffein im Tee an Gerbstoffe gebunden und gelangt so langsamer in den Blutkreislauf. Wie viel Koffein ist gesund? 125 ml Filterkaffee enthalten 80 bis 120mg Koffein. Bei moderatem Konsum von 50 bis 200mg werden Koffein positive Eigenschaften zugeschrieben: Entspannung, mehr Energie, bessere Konzentrationsfähigkeit und erhöhte Aufmerksamkeit. Ab einer Dosis von 400 bis 800mg Koffein können Herzrasen, Schlaflosigkeit, Angst oder Nervosität die Folge sein. „Egal ob Kaffee, Tee, heiße Schokolade oder Cola – die Getränke sind nicht zum Durstlöschen gedacht, sondern in Maßen zu konsumieren. Bei Kaffee sollten es nicht mehr als fünf Tassen am Tag sein“, sagt sagt Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des forum. ernährung heute.

5 Fakten zum liebsten Wachmacher

Rund um das liebste Heißgetränk der Österreicher hat die Rösterei J. Hornig Wissenswertes zusammengetragen:

  • #1 Kaffee ist nicht gleich Kaffee
    Ob und wie Kaffee schmeckt, hängt nicht nur von der Zubereitungsart ab sondern auch von den Bohnen. „Von fruchtig über nussig, schokoladig, mild oder würzig – die Geschmacksnoten beim Kaffee sind unglaublich vielfältig“, erklärt Johannes Hornig, Geschäftsführer der Rösterei J. Hornig anlässlich des Tag des Kaffees. Rund 1000 Aromastoffe schlummern in jeder Bohne – kein Wunder, dass uns Kaffee so begeistert.
  • #2 Schwarzes Gold für Körper und Geist
    Bis zu 45 Minuten dauert es, bis das Koffein in den Blutkreislauf gelangt – und seine Wirkung ist vielfältig: Es macht uns konzentrierter, mindert Müdigkeitserscheinungen und hilft uns morgens, in die Gänge zu kommen. Zum Lernen sollte man sich eine Tasse Kaffee oder Tee gönnen: Koffein erhöht das Erinnerungsvermögen und steigert die Aufnahmefähigkeit des Gehirns. Die Wirkung von Koffein kann man sich auch im Sport zunutze machen, manche Sportler schwören auf eine Tasse Kaffee vor Ausdauereinheiten.
  • #3 Gute Zeiten, schlechte Zeiten
    Studien der University of Health Science in Maryland zufolge ist die beste Zeit, um eine Tasse Kaffee zu trinken, zwischen 9.30 und 11.30 Uhr. Empfohlen wird, in den 90 Minuten nach dem Aufstehen keine koffeinhältigen Getränke zu sich zu nehmen. Grund dafür ist der hohe Cortisol-Spiegel, der uns wach macht. Auch zwischen 12 und 13 Uhr sowie zwischen 17.30 und 18.30 Uhr sei es eher ungünstig, Kaffee zu trinken.
  • #4 Licht aus in der Kaffeeküche?
    Wer professionell Kaffee verkostet, konzentriert sich ganz auf seinen Geschmacks- und Geruchssinn. Bei Verkostungen schwören manche Baristas sogar auf Ohrstöpsel und blickdichte Brillen, um sich ganz auf den Kaffee konzentrieren zu können.
  • #5 Es liegt in den Genen
    Die Leidenschaft für (viel) Kaffee könnte sogar genetisch bedingt sein. Dass Trinkgewohnheiten in puncto Kaffee vererbt werden, wurde erstmals in den 1960ern vermutet. In einer aktuellen Studie wird beschrieben, dass der Kaffeekonsum durch bestimmte Gene limitiert werden kann. Die Genvariante PDSS2 sorgt dafür, dass Menschen weniger Kaffee zu sich nehmen als Personen, die diese Genvariante in sich tragen. Das Erbgut scheint außerdem die Geschwindigkeit zu beeinflussen, in der Koffein wieder abgebaut wird. Bei Menschen mit PDSS2 geschieht das langsamer.

Koffeinoholiker bei karriere.at

Espresso oder Häferlkaffee, mit oder ohne Zucker, schwarz oder mit Milch – darüber scheiden sich die Geister, in einem sind wir uns aber einig: Wir lieben Kaffee! Auch bei karriere.at wird dem schwarzen Muntermacher gefrönt – und wir sind gespannt: Vergangenes Jahr haben wir 300 Kilo Fair-Trade-Kaffee gemahlen, gebrüht und genossen. Wie viel wird’s 2016 sein?

Bildnachweis: Dean Drobot / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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