Stressfrei zur Arbeit – auch mit Kindern: 8 Tipps für einen entspannten Start in den Tag

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 22. März 2012 um 11:55

„So, steh jetzt auf, bitte!“, „Komm, zieh dich an, bitte.“ „Trink deinen Kakao, iss dein Brot, bitte.“ „Beeil dich. Jetzt.“ Kommen Ihnen diese Aufforderungen bekannt vor? Dann sind sie vermutlich Mutter oder Vater eines oder mehrerer Kinder, die (noch) nicht selbst den Weg zur Schule oder zum Kindergarten antreten. Mit Kindern wird der Morgen zum Kampf – gegen die Zeit, oft gegeneinander, mit den Nerven. Die Ankunft am Arbeitsplatz wird dadurch zum Moment der Entspannung, die Stunden davor stellen täglich eine neue Herausforderung dar.

Von Michaela Grininger

Verständlich ist der Ansatz der Kinder –  vor allem wenn sie klein sind: Stellt der Begriff Zeit etwas Abstraktes dar, gibt es ja auch keinen Grund, warum man sich beeilen sollte. Bei den Erwachsenen jedoch zählt jede Minute, wenn es darum geht, rechtzeitig im Büro oder sonstwo anzukommen. Wenn dann im letzten Moment die Windel voll ist, die Milch über die Hose verschüttet wird oder die ausgewählte Jacke einfach nicht die richtige ist, dann droht der Supergau.

Auch wenn ein entspannter Morgen mit Kindern wohl einer Utopie gleicht, mit diesen 8 Tipps wird’s zumindest ein bisschen leichter, versprochen!

  1. Richten Sie die Jause für Ihre Kinder bereits am Vortag her. Am besten gleich während dem Abendessen Brote streichen, Äpfel schneiden usw. und in Tupperdosen im Kühlschrank aufbewahren, damit sie am Morgen nur mehr in den Rucksack gepackt werden müssen.
  2. Frühstücksgeschirr schon am Vorabend auf den Tisch stellen: Tassen inklusive Kakaopulver, Schüssel bzw. Teller samt Besteck, Aufstriche, Müsli etc. Damit die Butter schneller weich wird, am besten ebenfalls schon am Vortag in dünne Scheiben schneiden und auf einen Teller legen, auch das Brot können Sie gleich portionieren.
  3. Kleider gemeinsam  mit den Kindern aussuchen und in der Nähe des Bades bzw. Schlafzimmers deponieren. Wenn es ganz schnell gehen muss, dann können Sie Kleinkindern bereits zum Schlafen die Unterwäsche anziehen. So müssen Sie am Morgen nur mehr Pullover, Strumpfhose und Hose drüberziehen.
  4. Noch schneller geht das Anziehen in der Früh, wenn Sie das Kind gleich mit den Kleidern am Arm im Bett begrüßen. Noch bevor es aufsteht, wird es so für den Abmarsch vorbereitet.
  5. Stehen Sie vor den Kindern auf und machen sie sich in Ruhe fertig. Lieber ein paar Minuten weniger Schlaf, dafür störungsfrei und alleine im Bad.
  6. Duschen Sie am Vorabend. Legen Sie danach auch gleich ihre eigene Garderobe für den nächsten Tag zurecht.
  7. Um zu verhindern, dass die Kinder nach dem Frühstück am Weg zur Garderobe wieder im Kinderzimmer verschwinden, stellen Sie Schuhe, Jacken, Schal etc. gleich neben den Esstisch.
  8. Bevor die Situation zu entgleiten droht: Atmen Sie tief durch. Es geht nicht um Leben und Tod!

Sollten Sie diese Tipps für unmenschlich erachten, ignorieren Sie sie einfach oder picken Sie sich die für Sie umsetzbaren heraus.

So würde wohl Pippi Langstrumpf in den Tag starten!

Aber stellen Sie es sich doch nun mal anders herum vor und wagen Sie einen Blick ins Kinder-Schlaraffenland: Sollten Sie sich in der glücklichen Lage befinden, Langschläfer als Kinder zu haben, würden diese wohl gegen halb Acht die Augen aufschlagen, im Bett herumkugeln, Bücher an- oder beim Fenster raussehen, gegen acht Uhr langsam zur Toilette spazieren, danach im Pyjama wieder das Kinderzimmer aufsuchen und ein bisschen herumwühlen. Je nach Befinden, mit oder ohne Entertainment durch die Eltern. Gegen halb neun würden die Zwerge dann wohl einen Kakao und ein Brot am besten mit viel Nutella ordern, beides auf dem Sofa oder im Bett zu sich nehmen, anschließend ein bisschen zeichnen, etwas basteln oder fernsehen. Altersabhängig, auch noch ein bisschen auf Facebook posten. Gegen zehn Uhr würde wohl die erste Langeweile aufkommen und der Drang aufkeimen, das Haus zu verlassen…

Also, in diesem Fall könnten Sie ihre Arbeit eigentlich auch gleich an den Nagel hängen. Das aber wäre dann auch unmenschlich. Den Eltern gegenüber. Denn wer Kinder hat, für den hat die Arbeitszeit plötzlich viel mehr Freizeitcharakter…

Redaktion

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