Milliarden-Schaden durch Stress: Neue Plattform soll helfen

von in Arbeitsleben, HR am Montag, 13. Januar 2014 um 11:32

Sieben Milliarden Euro. So hoch ist der volkswirtschaftliche Schaden, der jährlich durch psychische Erkrankungen entsteht. Schenkt man den Prognosen Glauben, so wird in wenigen Jahren sogar die Zehn-Milliarden-Euro-Schallmauer durchbrochen. Mit „Stressfrei Austria“ steht den Unternehmen ab sofort Österreichs erste Stress Management Plattform zur Verfügung. Was diese kann und wer dahinter steckt:

Österreich zählt zu den Schlusslichtern

Stress ist allgegenwärtig und betrifft direkt oder indirekt fast jeden Arbeitnehmer. Die Auswirkungen sind vielfältig und meist wenig positiv: Er kann unter anderem zu ernsthaften psychischen aber auch körperlichen Erkrankungen führen, aus Sicht der Arbeitgeber ist dies vor allem mit Kosten verbunden. Hohen Kosten, wie eingangs erwähnt. Von den möglichen Auswirkungen und Einzelschicksalen natürlich einmal abgesehen. Umso mehr wundert es, dass Österreich bei den Maßnahmen gegen den ungesunden Druck zu den Schlusslichtern gehört. Ändern soll dies die heute in Linz vorgestellte Plattform „Stressfrei Austria“, einer Kooperation von IWS (Institut Wirtschaftsstandort OÖ) und promente OÖ. Das Projekt läuft ab sofort, im Laufe des Jahres soll es zudem von Experten der Johannes Kepler Universität Linz evaluiert werden.

Orientierung an internationalen Programmen

SchulungZiel der Kampagne ist es, den Unternehmen aber auch den einzelnen Arbeitnehmern Tools anzubieten, um geeignete Maßnahmen gegen den ungesunden Stress zu entwickeln. Inhaltlich orientiert sich Stressfrei Austria an international etablierten Programmen. Es beinhaltet unter anderem:

  • Infomaterial
  • Checklisten
  • Ratgeber
  • Selbstdiagnose-Tools
  • Schulungen
  • Individuelle Beratungen
  • Seminare und Coachings

Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter:

ZeitmanagementDie Vorteile auf Unternehmensseite sind:

  • Höhere Produktivität
  • Verbesserte Teamfähigkeit
  • Gesteigerte Akzeptanz für die Arbeit der Führungskräfte
  • Positiver Einfluss auf die Unternehmenskultur

Auf Mitarbeiterseite ergeben sich unter anderem folgende Auswirkungen:

  • Negativer Stress wird reduziert
  • Entscheidungsfindung wird erleichtert
  • Höhere Konzentrationsfähigkeit
  • Fehlerquoten sinken
  • Weniger Unterbrechungen oder Störungen
  • Verbesserung des Zeitmanagement

Geringe oder gar keine Kosten

Interessierte Unternehmen können sich ab sofort für ein Erstgespräch melden, gemeinsam mit dem interdisziplinären Team soll die Kompetenz zur Stressbewältigung für Führungskräfte aber auch Mitarbeiter vermittelt werden. Positiv anzumerken sei, so die Initiatoren, dass etwa 95 Prozent aller Maßnahmen kaum oder gar kein Geld kosten.

Nähere Infos gibt es online oder bei Projektleiter Michael Matzner.

Bildnachweis: ollyy / Quelle Shutterstock, Brian A Jackson / Quelle Shutterstock, Aaron Amat / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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