Stress macht krank: Jeder Dritte schläft schlecht

von in Arbeitsleben am Montag, 9. Dezember 2013 um 11:45

Stress bei der Arbeit sowie die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz haben nicht nur Auswirkungen auf die Psyche, sondern können sich auch in körperlichen Leiden niederschlagen. Wie eine aktuelle Regus-Studie zeigt, kämpft aktuell fast jeder zweite österreichische Arbeitnehmer mit Stress. 41 Prozent der Befragten berichten, anfälliger für stressbedingte Krankheiten zu sein.

Ein Drittel schläft vor Sorge schlecht

48 Prozent der Arbeitnehmer gaben laut der Studie an, dass sie 2012 mit erhöhtem Stress zu kämpfen hatten. Wie oben erwähnt, berichten 41 Prozent davon, generell krankheitsanfälliger zu sein. Besorgniserregend, bedenkt man, dass sich einerseits bestehende Erkrankungen verschlimmern können und andererseits weitere folgen können. Wie die Auswertung weiter zeigt, gab fast ein Drittel (!) der österreichischen Arbeitnehmer an, Schlafprobleme zu haben, weil sie sich Gedanken über die Arbeit machen.

Mehr Fehlzeiten trotz Sorge um den Job

sessel_leer_shutterstock_130231628Und wie es so oft ist, wirken sich Stress und Sorge auch auf einer anderen Ebene aus – und zwar eine, die Arbeitnehmern und Arbeitgebern schadet: in einem deutlichen Anstieg der Fehlzeiten um 34 Prozent. Auch andere messbare negative Folgen bringt der Stress mit sich. Diese wären:

  • Beziehungsebene: Fast die Hälfte (47 Prozent) bemerkt, dass sich der Stress negativ auf die privaten Beziehungen der Mitarbeiter auswirkt.
  • Außenwirkung: 37 Prozent gaben bei der Befragung an, dass sie bereits von der Familie oder Freunden auf den Arbeitsstress angesprochen wurden.
  • Vertrauensverlust: Knapp jeder zweite Befragte gab an, dass durch zunehmenden Stress auch das Vertrauen in die eigene Branche sinkt.
  • Angst um Job: Ein Drittel der Befragten berichtet von Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren.

Mehr Flexibilität soll Stress nehmen

schlaflos_shutterstock_18819181Alisa Kapic von Regus Austria: „Wer kennt das nicht als Berufstätiger: Immer mehr Arbeit bei weniger Zeit, außerdem der gefühlte Druck, stets erreichbar sein zu müssen. Mit weniger Ressourcen soll in Firmen oft mehr erreicht werden, und dieses Vorgehen hat seinen Preis, sodass viele kurz vor einem Burnout stehen. Es ist also kein Wunder, dass Sorgen über die Arbeit und die dadurch entstehenden schlaflosen Nächte das Privatleben der Arbeitnehmer belasten. Dabei ist noch wichtiger, dass sogar ihre Gesundheit auf dem Spiel steht, weil Stress als Auslöser vieler ernsthafter Erkrankungen bekannt ist. In Unternehmen, in denen die Initiative ergriffen und dem Stress der Mitarbeiter der Kampf angesagt wird, ist es also wahrscheinlicher, dass die Arbeitskräfte gesünder und weniger häufig abwesend sind.“ Kapic setzt sich für flexibles Arbeiten als wichtigen Beitrag bei der Reduzierung von Stress ein.

Für die Umfrage wurden von Regus mehr als 20.000 Führungskräfte und Unternehmenseigner in 95 Ländern befragt.

Bildnachweis: varuna / Quelle Shutterstock, robert_s / Quelle Shutterstock, Ronald Sumners / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren