Stress und Burnout: Karrierekiller unter Managern

von in Arbeitsleben, HR am Donnerstag, 22. Dezember 2011 um 14:16

Wissen Sie, wie es Ihrem Chef geht? Gesundheitlich, psychisch, überhaupt? Arbeitet er an der Belastungsgrenze oder ist er sogar schon darüber? Dinge, die man als gewöhnlicher Mitarbeiter oft einfach nicht mitbekommen kann oder vielleicht auch will. Dass man als Arbeitnehmer allerdings häufig von den Befindlichkeiten seine Führungskraft abhängt, davon wissen wohl die meisten ein Lied zu singen. Eine Studie ging nun dem Gesundheitszustand der heimischen Manager auf den Grund: Wie schätzen sie ihre körperliche Fitness ein? Was belastet sie? Und wie stark sehen sie sich von Burnout gefährdet?

Österreichs Manager wissen, dass sie gesundheitliche Risiken eingehen, tun etwas dagegen – aber sie fühlen sich zu einem guten Prozentsatz auch stark belastet. Dieses Fazit lässt sich aus der dritten Gesundheitsstudie des Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) ziehen: Sechs von zehn Managern (59 Prozent) gaben darin an, dass ihnen Stress und psychische Belastung stark zusetzen würden. Körperliche Faktoren wie Bewegungsmangel (52 Prozent), Über- oder Untergewicht (42 Prozent) und ungesunde Ernährung (29 Prozent) folgen auf den Plätzen.

Interessant: Nur 14 Prozent der befragten 200 Führungskräfte gaben an, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit zu haben. Drei von vier sagen, tendenziell stärker vom Job in Beschlag genommen zu werden. Und das hinterlässt seine Spuren: Jeder zweite Befragte, der über gesundheitliche Probleme klagt, gab in der Umfrage an, bereits Erfahrungen mit Burnout gemacht zu haben. Jeder siebte Manager sei laut WdF von beruflicher Erschöpfung betroffen.

 

Redaktion

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