Lesestoff zum Wochenende: „Das Steuersparbuch 2013“

von in Arbeitsleben am Freitag, 13. Dezember 2013 um 11:12

Zum letzten Mal in diesem Jahr gibt es heute etwas Lesestoff zum Wochenende. Diesmal dreht sich alles um Geld und Steuern. Finanzprofi Eduard Müller erklärt in seinem „SteuerSparBuch 2013/2014“ die wichtigsten Änderungen im Steuerrecht und wie man sich sein Geld vom Finanzamt zurückholt.

Übrigens: Auch diesmal verlosen wir wieder drei Bücher – mehr dazu unten!

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Oft bleibt es beim Neujahrsvorsatz

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und zu den Neujahrsvorsätzen gehört meistens auch einer: der Lohnsteuerausgleich. Regelmäßige gesetzliche Änderungen und die Tatsache, dass die Materie auf den ersten Blick keine einfache ist, sind die Hauptgründe dafür, dass dessen Erledigung meist lange nur ein Vorsatz bleibt. Im Interview beantwortet Finanzprofi Eduard Müller wichtige Fragen zum Thema. So etwa auch jene nach den häufigsten Fehlern bei der Arbeitnehmerveranlagung.

Pendlerpauschale & Co.: Die Neuerungen

Was sind die bedeutendsten Änderungen in der Steuergesetzgebung 2013?

Eduard Müller

Eduard Müller

Eduard Müller: Die wichtigsten Änderungen sind die neuen Begünstigungen für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, das heißt die Neuregelung des Pendlerpauschales (z.B. nun auch für Teilzeitbeschäftigte), die Einführung des Pendlereuros und das neue steuerfreie Jobticket. Und all das rückwirkend ab 1.1.2013. Daneben gab es noch Anpassungen bei der Immobilienertragsteuer für Grundverkäufe. Auch für 2014 finden sich Änderungen, insbesondere die neuen Zuständigkeiten bei der Finanz und die Hauptfeststellung der land- und forstwirtschaftlichen Einheitswerte.

Diese Punkte werden meistens vergessen:

Bei welchen Punkten werden die meisten Fehler gemacht bzw. wo besteht Ihrer Meinung nach noch die größte Wissenslücke?

kinderbetreuungEduard Müller: Schlichtweg übersehen werden häufig die Begünstigungen für Kinder und zwar deswegen, weil diese nicht mit dem Grundformular L1 sondern mit einem eigenen Zusatzformular L1k zu beantragen sind. Dabei geht es um den Kinderfreibetrag, der für alle Kinder pauschal zusteht und um Kinderbetreuungskosten für Kinder bis 10 die vom Aufwand her nachgewiesen werden müssen. Zweites wissen noch immer viele Menschen nicht, dass sie Spenden als Sonderausgaben geltend machen können (wenn begünstigte Spendenemfpänger vorliegen). Und drittens: Auch wenn man keine Steuer zahlt (weil man zB nur teilzeitbeschäftigt ist), gibt es von bei der Arbeitnehmerveranlagung eine Gutschrift (Negativsteuer).

Durchschnittlich bekommt man 400 Euro rückerstattet

Kann man sagen, wie viel Steuern sich ein Arbeitnehmer im Jahr sparen könnte?

Eduard Müller: Der durchschnittliche Erstattungsbetrag der Arbeitnehmerveranlagung beträgt ca. 400 Euro.

Wann nehmen sich Ihrer Erfahrung nach die meisten Menschen Zeit für ihre Steuererklärung bzw. gibt es hierfür Spitzenzeiten so wie etwa die Weihnachtsferien?

schlange_stehenEduard Müller: Viele Menschen bereiten ihre Steuererklärung schon rund um den Jahreswechsel vor. Eingereicht beim Finanzamt werden die meisten Arbeitnehmerveranlagungen dann Mitte Februar bis Ende März, weil die Arbeitnehmerveranlagung erst durchgeführt werden kann, wenn die Lohnzettel vom Arbeitgeber an die Finanz übermittelt werden. Dafür haben die Arbeitgeber bis Ende Februar Zeit.

Erste und einzige SteuerSparApp Österreichs

In Ihrem Buch enthalten ist die SteuerSparApp: Wann wurde diese entwickelt und kann man zu Beispiel sagen, wie lange es mit dieser durchschnittlich dauert, seine Steuer zu erledigen?

Eduard Müller: Die SteuerSparApp – übrigens die erste und noch immer einzige in Österreich – wurde erstmals im Vorjahr für die Arbeitnehmerveranlagung 2012 entwickelt. Die App zeigt dem User auf sehr praxisnahe Weise, welche Steuersparmöglichkeiten es gibt und füllt parallel dazu gleich die Steuererklärung aus. Sie ermöglicht die direkte elektronische Übermittlung der Arbeitnehmerveranlagung über FinanzOnline. Die Erledigung beim Finanzamt dauert bei elektronischer Übermittlung im Durchschnitt nicht länger als eine Woche. Zwei Ausnahmen: In der Stoßzeit bis Ende März kann es etwas länger dauern, vor allem wenn man sich die Bescheide noch mit der Post zuschicken lassen will. Und länger dauert es auch, wenn das Analysesystem der Finanz eine Arbeitnehmerveranlagung als Kontrollfall auswählt.

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Einfach bis 19. Dezember 2013 eine E-Mail mit dem Betreff „Steuer“ an marketing@karriere.at senden. Die drei Bücher werden unter allen Einsendungen verlost – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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