Steuerausgleich 2016: Geld zurück vom Finanzamt

von in Gehalt am Mittwoch, 18. Januar 2017 um 11:25

Neben dem Weihnachts- und dem Urlaubsgeld gibt es für viele Österreicher noch eine weitere Gelegenheit im Jahr, um sich über extra Budget zu freuen – den Steuerausgleich. Was sich bei der Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2016 ändert und wie ihr euch Geld zurückholen könnt: Die Arbeiterkammer und das Finanzministerium haben bereits umfassende Infos dazu zusammengestellt – hier die Änderungen im Überblick.

Geld zurück – ganz automatisch

Das Jahr 2017 bringt für die Arbeitnehmerveranlagung einige Änderungen mit sich. Wer ausschließlich lohnsteuerpflichtige Einkünfte bezieht, erhält seine Steuergutschrift ab dem Veranlagungsjahr 2016 automatisch. Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt werden:

  • Es wurden ausschließlich lohnsteuerpflichtige Einkünfte bezogen.
  • Es liegt keine Pflichtveranlagung oder Gründe dafür vor (z.B. gleichzeitiger Bezug mehrerer lohnsteuerpflichtiger Einkünfte).
  • Es werden nur die Pauschalbeträge geltend gemacht und keine Sonderausgaben.
  • Die Veranlagung führt zu einer Steuergutschrift.
  • Der Steuerausgleich 2016 wird bis 30. Juni 2017 nicht selbst durchgeführt.

Wie funktionierts? In der zweiten Jahreshälfte werden alle Arbeitnehmer, die von der automatischen Veranlagung profitieren werden, schriftlich kontaktiert. Im Zuge dessen kontrolliert die Finanzverwaltung die vorliegenden Kontodaten. Falls ihr nicht warten möchtet: Die Arbeitnehmerveranlagung könnt ihr ab sofort und so wie die Jahre davor auch selbst über FinanzOnline durchführen. Genaue Infos zum automatischen Steuerausgleich gibt es hier sowie bei der Arbeiterkammer.

Ab 2018 werden außerdem Spenden, Kirchenbeiträge, Beiträge für die freiwillige Weiterversicherung sowie der Nachkauf von Versicherungszeiten automatisch berücksichtigt.

Sonstige Änderungen für den Steuerausgleich 2016

  • Doppelter Kinderfreibetrag: Für die Arbeitnehmerveranlagung 2016 beträgt er nun 440 Euro pro Kind. Wenn der Freibetrag von beiden Elternteilen geltend gemacht wird, beträgt er 300 Euro pro Elternteil.
  • Topfsonderausgaben wie z.B. die Wohnraumsanierung, sind seit 1. Jänner 2016 nicht mehr absetzbar. Ausnahme: Verträge, die bis zum 31.12.2015 abgeschlossen wurden und Bauprojekte, die vor diesem Datum begonnen haben. Sie können noch bis inklusive 2020 abgesetzt werden.
  • Der Eingang-Steuersatz wurde von 36,5 Prozent auf 25 Prozent gesenkt.
  • Negativsteuer wird erhöht: Sie beträgt 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge und maximal 400 Euro jährlich (mit Pendlerpauschale auf 500 Euro). Auch Pensionisten erhalten die Negativsteuer (maximal 110 Euro jährlich).

Alle Änderungen für den Steuerausgleich 2016 im Überblick: Leitfaden der Arbeiterkammer und Steuerbuch des BMF.

Bildnachweis: Naresuan261/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren