Sport statt Stau – Die überraschenden Wünsche der Pendler

von in Arbeitsleben am Freitag, 28. Februar 2014 um 10:14

Über manche Dinge sollte man vielleicht nicht zu viel nachdenken – oder erst so recht. Etwa, wie viel Zeit beim täglichen In-Die-Arbeit-Stau auf der Straße bleibt.  Denn was könnte man nicht alles unternehmen, anstatt auf fremde Heckscheiben zu starren? Genau dieser Frage ging nun eine aktuelle Regus-Studie nach. Und siehe da: Für die meisten Befragten lautet die Devise: „Sport statt Stau“. Hier die Detailergebnisse:

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Wien im Stau-Index auf Platz 16

Morgenverkehr ist nicht gleich Morgenverkehr und es kommt natürlich darauf an, zu welcher Zeit man wo unterwegs ist. Wien etwa zählt laut TomTom Traffic Index zu den Stau-Spitzenreitern. Unter den 20 Städten weltweit mit den meisten Auto-Schlangen liegt Wien auf Platz 16. Bedenkt man, dass eine einstündige Autofahrt zu Spitzenzeiten rund 25 Minuten länger dauert, wird klar, wie viel Zeit hier verloren geht. Und das täglich. „Mögen“ tut die Stauzeit wohl kaum einer – außer man hat einen Chauffeur. Die meisten Autolenker werden sich wohl eher nach Hause, zurück ins Bett oder an die frische Luft wünschen.

Was tun, mit der gewonnenen Zeit?

Mehr als 20.000 Führungskräfte weltweit wurden nun von Regus dazu befragt, wie sie die gewonnene Zeit nutzen würden, wenn sich die Wegzeit ins Büro verkürzen ließe. Hier die Ergebnisse für Österreich:

  • 63 Prozent der Befragten setzen auf die Fitness: sie würden die gewonnene Zeit gerne für mehr Bewegung nutzen.
  • 61 Prozent würden die zusätzlichen Minuten für ihre Familien nutzen. Weniger Stress am Morgen oder die frühere Rückkehr am Abend sind ja auch wirklich verlockend …
  • 27 Prozent würden die Zeitersparnis übrigens gerne im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen.
  • 26 Prozent gaben an, einen Zeitgewinn für gemeinnützige Aktivitäten zu nutzen.
  • Ebenso viele könnten sich vorstellen, Weiterbildungsmaßnahmen zu setzen. Im internationalen Vergleich (52 Prozent) hinkt Österreicher hierbei deutlich hinterher.

Flexibilität statt Mobilität

flexible_arbeitszeitDie Ergebnisse sind freilich nur theoretischer Natur – sie machen jedoch deutlich, woran es vielen Arbeitnehmern mangelt: an Zeit. Zeit für sich und die eigene Gesundheit sowie Zeit für die Familie. So wundert es nicht, dass der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten immer lauter wird. Generell haben die Österreicher in puncto Mobilität die Nase vorn: 59 Prozent der Befragten gaben an, mehr als die Hälfte der Woche außerhalb des Büros zu arbeiten.

Bildnachweis: Val Thoermer /Quelle Shutterstock, Benjamin Haas /Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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