Social Media – das digitale Vitamin B

von in HR, Social am Dienstag, 24. Juli 2012 um 14:08

Das Knüpfen von Kontakten, Eingehen von Beziehungen und Aufbauen von Verbindungen sind essentielle Faktoren unternehmerischer Tätigkeit. Egal ob zu Kunden, Partnern, Lieferanten, der allgemeinen Öffentlichkeit oder zu bestehenden und zukünftigen Mitarbeitern – Menschen gehen gerne Beziehungen ein. Daraus entsteht dann im Idealfall ein konkreter Nutzen,  z.B. geschäftlicher Erfolg, Erfahrungsaustausch oder eben sogar ein neues Dienstverhältnis. Sowohl im Privat- als auch im Business-Bereich brauchen und (wert)schätzen wir also Beziehungen.

Ein Gastbeitrag von Andrea Zajicek, Online und Social Media Managerin der voestalpine

Warum digitale Beziehungen bei der Mitarbeitersuche immer wichtiger werden

Das berühmte „Vitamin B“ hilft uns tagtäglich dabei, über bestehende Kontakte weitere neue Verbindungen herzustellen und schafft dafür eine positive Ausgangsbasis. Denn meist gibt es bereits eine Vertrauensbasis und die Fakten, Informationen, Empfehlungen und Erfahrungen, die mit „Vitamin B“ angereichert sind, haben mehr Qualität als jene, die „vitaminlos“ sind.

Andrea Zajicek, voestalpine

Nicht nur im realen Leben, sondern auch in der Online-Welt stehen „Connections“ mittlerweile an oberster Stelle. Facebook, Twitter und Youtube sind für die meisten Unternehmen im Social-Media-Zeitalter kein Fremdwort mehr. Wenn sich ein Unternehmen im Social Web mit den Usern vernetzt, entsteht eine Community, die unter Umständen Gold wert ist. Auch die viel gefürchteten „negativen“ Stimmen der Social-Media-Nutzer sind eine Chance, denn durch transparente und offene Kommunikation kann man richtig auf das Feedback reagieren und eine klare Position beziehen. Kritik – vorausgesetzt sie bewegt sich im Rahmen gewisser grundlegender Spielregeln („Netiquette“) – und die Fähigkeit, sie anzunehmen, schaffen noch mehr Überzeugung und im Endeffekt einen Vertrauensgewinn für das Unternehmen.

Abgesehen von einer geringen Zahl an Kritikern kann man aber davon ausgehen, dass sich die meisten Fans, Followers und Friends im positiven Sinn für das Unternehmen interessieren und möglicherweise zukünftig als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden können. Oder aber sie kennen wiederum weitere Personen, die als potentielle Arbeitnehmer in Frage kommen. Unternehmen müssen heutzutage im „War of talents“, im Kampf um die Talente, dort präsent sein, wo die Menschen sind: im Social Web. Es gilt, die Besten der Besten von der attraktiven Arbeitswelt in der eigenen Firma zu überzeugen und einen authentischen, ehrlichen und persönlichen Einblick in die Unternehmenskultur zu geben.

Facebook, Twitter und Co. sind auch für die voestalpine tragende Säulen der Online-Kommunikation und bieten insbesondere im Recruiting-Bereich viele Chancen. Erste Erfolge konnten schon verzeichnet werden, indem einige neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter via Facebook und Co. gesucht und gefunden wurden. Mit der neuen Facebook Seite „voestalpine Karriere“ geht unser Unternehmen jetzt noch intensiver auf die Zielgruppe der Jobsuchenden ein. Für alle interessierten User ist es ab sofort möglich, sich mit der voestalpine „virtuell“ zu verbinden und sich laufend über Job- und Karrieremöglichkeiten zu informieren. Auf diesem Weg möchten wir noch eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, offene Stellen – national und international – zu präsentieren und Lehrlinge, Jobeinsteiger mit Schul-, Uni- oder FH-Abschluss zu rekrutieren. Die Facebook-Seite richtet sich aber auch an die Zielgruppe der Young Professionals und der Berufserfahrenen, wo natürlich auch Initiativ-Bewerbungen gefragt sind. Konzernweit sind wir laufend auf der Suche nach Talenten, denen wir vielleicht in naher Zukunft eine passende Position anbieten können. Recruiting ist für uns damit keine einmalige Maßnahme um vakante Stellen zu besetzen, sondern ein Prozess, bei dem gezielt Beziehungen aufgebaut werden.

Wir sind überzeugt davon, dass unsere zukünftigen Mitarbeiter immer öfter schon vor der eigentlichen Bewerbung eine „Connection“ zu uns aufbauen und sich über die Arbeitswelt bei uns in der voestalpine informieren möchten. Darin liegt eine große Chance, denn der Wert einer solchen Community ist enorm. Nämlich weil sich das virtuelle Vitamin B in der Community verbreitet und wir über die bestehenden Beziehungen weitere schaffen können. Die Zeiten, in denen man jedes Wochenende im Karriere-Teil von mehreren Zeitungen nach Jobs gesucht hat, sind weitgehend vorbei. Heute läuft die Jobsuche großteils online und oft kommen die Jobs zufällig auf einen zu, indem sie auf Social Media Plattformen veröffentlicht und von Freunden geteilt, weitergeleitet oder empfohlen werden. Das geht schnell und einfach – entsprechend dem Wandel der Mediennutzung wird der Online-Bereich in den nächsten Jahren diesen Wachstumskurs noch fortsetzen. Die Jobsuchenden werden immer öfter das virtuelle Vitamin B einsetzen, auf digitalem Weg Beziehungen eingehen, sich dann online über das Unternehmen schlau machen und ein eigenes authentisches Online-Profil schaffen, um den zukünftigen Arbeitgeber – vielleicht die voestalpine – von ihrem eigenen Können zu überzeugen.

Über die Autorin

Andrea Zajicek (geb. 1980) verantwortet bei voestalpine die Online und Social Media Kommunikation. Kommunikation und Internet begleiten sie schon seit über einem Jahrzehnt, sowohl bei ihren beruflichen Stationen als auch ausbildungstechnisch. Als „Digital Native“ beschäftigt sie sich auch privat sehr intensiv mit Online-Medien & Innovationen im Internet – darüber schreibt sie u.a. auf ihrem Blog www.socialcomm.at oder auf Twitter als @social_comm.

Bildnachweis: colourbox.com, voestalpine

Redaktion

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