Social Media Maniac oder Nobuddy – Welcher Typ sind Sie?

von in HR, Social am Freitag, 24. September 2010 um 10:18

Social Media – für viele Unternehmen noch immer „die große Unbekannte“. Andere haben zwar erkannt, dass man in puncto Facebook & Co. „etwas machen“ sollte, denn „die Jungen sind ja alle ganz Web 2.0-verrückt“. Mehr als ein lust- und einfallslos gestalteter Facebook-Channel schaut jedoch oft nicht dabei heraus. Oft scheitert es bereits an der simplen Scheu vieler Unternehmen, neue Kommunikationstechniken zu erlernen, wie Jan Kirchner im karriere.at-Interview feststellte. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass es aber sehr wohl um die richtige Wahl der Social-Recruiting-Waffen geht. Denn im Web 2.0 vertreten zu sein, heißt nicht, die relevante Zielgruppe zu erreichen.

Alle jungen Menschen sind bei Facebook und Twitter. Falsch. Wie die für MTV und VW von der Agentur „Rich Harvest“ durchgeführte aktuelle Social Media Studie „Me Public“, die Jugendliche in zehn verschiedenen Ländern befragte, besagt, stimmt das nämlich nur bedingt.  Laut den Ergebnissen klinken sich nur knapp sechs von zehn (58 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen täglich ins Social Web ein. Und selbst die User von Sozialen Netzwerken lassen sich noch in sechs Untergruppen, je nach Nutzerverhalten, unterteilen. Fazit: Auch professioneller Einsatz von Social Media für Agenden des Recruitings oder Employer Brandings benötigt eine klar auf die Zielgruppe abgestimmte Strategie.

Sechs Typen im Social Web:

  • „Mediacs“: Sie sind mit 23 Prozent die größte Nutzergruppe. Sie surften täglich im Social Web und verbringen mehr als 160 Minuten pro Tag in den Netzworks. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) von ihnen klinkt derzeit bereits über das Handy ins Netzwerk ein.
  • „Tagtics“: Gezielte Informationssuche ist eine der Hauptmotivationen für die „Tagtics“, die 22 Prozent der User stellen. Sie sind insgesamt auch weniger engagiert beim sozialen Networken.
  • „Skipits“: Immerhin die drittgrößte Gruppe stellen mit 17 Prozent die absoluten Social-Media-Skeptiker. Sie erkennen laut Studie nur schwer, was der Sinn hinter Social Networks ist. Ihr Medienkonsum ist jedoch generell geringer.
  • „Funatics“: Sie stellen 13 Prozent der Social Mediacs. Ihr Ziel ist die Unterhaltung. Sie sehen lieber zu, was andere machen und sind selbst relativ wenig aktiv. Interessant: Zwei von drei „Funatics“ sind weiblich.
  • „Crewsers“: Ebenfalls 13 Prozent der Befragten nutzt Social Networks als Plattformen, um sich mit Freunden auszutauschen.
  • „Nobuddies“: Jene, die den Boden des Social Webs noch nie betreten oder schon wieder verlassen haben, nennt die Studie „Nobuddies“ (12 Prozent). Als Gründe nannten diese neben Zeitmangel vor allem die Ängste, süchtig zu werden oder von anderen belästigt zu werden. Jeder Vierte „Nobuddy“ lehnt  Social Networks wegen Datenschutz-Bedenken ab.
Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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