Smartphones: Wer sich konzentrieren muss, sollte Blickkontakt meiden

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 12. März 2015 um 11:37

Smartphones erleichtern unser Leben: Wir vereinbaren Termine, schicken E-Mails und checken, welches Restaurant einen Besuch lohnt. Wer produktiv arbeiten möchte, sollte sein Mobiltelefon allerdings strikt vom Schreibtisch verbannen. Selbst dann, wenn niemand anruft und keine Benachrichtigung das Smartphone aus dem Standbymodus holt: Einer Studie zufolge sorgt das Smartphone für Ablenkung, sobald es nur auf dem Tisch liegt.

Smartphone: Ein Blick genügt und die Konzentration ist dahin

Das liebe Smartphone. Es eröffnet eine Welt voller Wissen, guter Freunde, Termine und Catcontent. Richtig eingesetzt, kann es unsere Produktivität immens erhöhen. Es kann aber auch das Gegenteil der Fall sein. Eine Forschergruppe behauptet: Alleine der bloße Anblick eines Mobiltelefons sorgt dafür, dass unsere kognitive Fähigkeit rasant abnimmt. Erklärt wird dieser Umstand damit, dass der Blick auf das Telefon sofort das eigene soziale Netzwerk in Erinnerung ruft und dadurch ablenkende Gedanken entstehen: Mama anrufen, die E-Mail an die gute Freundin nicht vergessen, SMS von gestern abend beantworten!

Lenkt das Telefon wirklich ab?

Die Annahme untersuchte das Forschungsteam folgendermaßen: Studierende zweier Kurse an einer amerikanischen Universität wurden gebeten, eine Reihe von Aufgaben zur Testung kognitiver Fähigkeiten unter Zeitdruck zu bearbeiten. Dabei mussten z.B. bestimmte Zahlen in Zahlenreihen markiert werden. Die Aufgaben unterschieden sich in ihrer Schwierigkeit. Einige Aufgaben erforderten wenig Aufmerksamkeit, andere beanspruchten mehr kognitive Kapazität. Studierende eines Kurses wurden gebeten, ihr Mobiltelefon auf dem Tisch liegen zu lassen, weil es in einem späteren Fragebogen um Telefone gehen würde.

Konzentration an – Handy aus!

Die Studienergebnisse zeigen, dass jene Studierende, die ein Telefon auf dem Tisch liegen hatten, bei den schwierigen Aufgaben schlechter abschnitten als Studierende, die ihr Handy nicht in Sichtweite liegen hatten. Bei den leichten Aufgaben, die wenig Aufmerksamkeit erforderten, schnitten beide Testgruppen gleich gut ab.

Immer und überall erreichbar zu sein hat also seine schlechten Seiten, wenn es um Konzentrationsvermögen und Aufmerksamkeit geht. Vor kniffligen Aufgaben und bei wichtigen Gesprächen schadet es also nicht, das Smartphone in der Schreibtischschublade oder der Aktentasche zu verstauen. Aus den Augen, aus dem Sinn!

Bildnachweis: Leonardo da / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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