5. März 2010 · Arbeitsleben · von

Sind Sie zu müde für den Job?

Es war ein langer, kalter Winter, finden Sie nicht auch? Hand auf´s Herz, wie oft haben Sie, gebeutelt vom grausamen Wecker-Gerassel an einem kalten, dunklen Wintermorgen, mit dem Gedanken gespielt, den Job Job sein zu lassen und sich noch einmal im warmen Bett umzudrehen? Sie sind mit Ihren Gelüsten nicht alleine: denn über 30 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer fühlen sich müde und schlapp, wenn sie ihrem Beruf nachgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die Österreichs Job-Portal vor kurzem unter 663 Nutzern gemacht hat.

Österreich, das Land der Schläfer

Jeder zehnte Österreicher fühlt sich am Vormittag definitiv zu müde für den Job. Der Großteil (65 Prozent) fühlt sich nicht perfekt ausgeschlafen. Und lediglich 35 Prozent sind bekennende Frühaufsteher und haben überhaupt keine Probleme mit der Müdigkeit am Arbeitsplatz. Angesichts dieser Zahlen sollten bei den Unternehmen die Alarmglocken läuten, denn:

Zu wenig Schlaf macht unproduktiv

Der Durchschnitt der österreichischen Bevölkerung fängt um acht Uhr früh zu arbeiten an. Der Wecker läutet dabei im Schnitt geschätzte eineinhalb Stunden früher. Der Weckruf um 6.30 Uhr hat Folgen für die Produktivität. Denn fast zwei Drittel der Befragten sagen, dass sich das frühe Aufstehen und die daraus resultierende Müdigkeit negativ auf ihre Konzentration auswirkt. 

Lieber weniger schlafen und früher gehen

Dass einem Großteil der berufstätigen Personen die Freizeit wichtiger ist als die Müdigkeit, deuten die Ergebnisse der dritten Antwortalternative an. Denn auch bei dieser Frage gaben knapp 30 Prozent an, dass sie zwar am Morgen müde sind, aber wer früher kommt, kann auch wieder früher gehen.

Ende mit Müde: der Power Napp

Geht es Ihnen auch so, dass Sie im Büro oft quälende Müdigkeit befällt? Es gäbe ein Lösung. Studien zeigen, dass ein Power Nap, also ein ganz kurzes Erholungs-Schläfchen von nur 10 Minuten reicht, um seine gewohnte Arbeitsenergie wieder zu erlangen – wenn der Arbeitgeber selbiges zuließe. Während Power Napping in Japan oder in den USA bei vielen Arbeitgebern seit Jahren üblich ist ist, haben sich österreichische Unternehmen ja leider noch nicht so sehr von den Vorteilen überzeugen lassen.

Übrigens: karriere.at Nutzer sind der Meinung, dass mit nur einer Stunde mehr nächtlichen Schlafes Power Napping sowieso nicht notwendig sei.

Wie sieht Ihr Chef die Sache? Ist bei Ihnen das Nickerchen auf der Schreibtischkante ein übliches Bild im Büro? Könnten Sie es sich überhaupt vorstellen, in Anwesenheit von Kolleginnen und Kollegen eine Runde im Traumland zu drehen?

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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