Selbstmanagement verbessern: Lösungskompetenz schlägt Zeiteinteilung

von in Arbeitsleben am Freitag, 4. Januar 2013 um 10:59

Gleich mehrere Projekte stehen an – gleichzeitig. Die Zeit dafür ist grundsätzlich zu kurz. Und die Erwartungen der Unternehmensleitung gewohnt hoch: Man hat Arbeit für drei und trotz Überstunden zu wenig Zeit. Langsam geht auch der Überblick über die Details der Projekte verloren. Was tun? Ein aktueller Report befasst sich nun mit dem Thema Selbstmanagement von Führungskräften. Eine Erkenntnis daraus: Manager sind weniger auf der Suche nach mehr Zeit, sondern rücken die Lösungsfokussierung stärker in ihren Fokus.

Jeder will besser werden. Klar. Denn jeder weiß, dass Stresssituationen nicht ausschließlich durch viel Arbeit und wenig Zeit entstehen. Bis zu einem gewissen Ausmaß spielt auch das Selbstmanagement oft eine entscheidende Rolle. Eine Erfahrung, die viele heimische Führungskräfte bereits gemacht haben dürften. Denn laut dem aktuellen Hernstein Management Report sagen neun von zehn österreichischen Managern (89 Prozent), dass steigender Ergebnisdruck der wichtigste Grund ist, das eigene Selbstmangement zu verbessern.

So ist auch nur jede vierte Führungskraft mit ihrer persönlichen Organisationsfähigkeit uneingeschränkt zufrieden.

Zeit ist nicht gleich Lösung

Was dabei auffällt: Selbstmanagement wird nicht mehr als Optimierung der persönlichen Zeiteinteilung gesehen. „Zeitmanagement ist für Führungskräfte nach wie vor wichtig, aber inzwischen ist klar, dass nicht nur gute Zeitpläne, sondern vor allem Lösungsfokussierung einen wichtigen Aspekt darstellt, der, konsequent angewendet, auch Zeit sparen hilft“, sagt Hernstein-Institutsleiterin Katharina Lichtmannegger.

Jeder dritte Befragte sagt, dass Lösungs- nicht Problemorientierung der wichtigste Aspekt im Selbstmanagement sei. 22 Prozent Zielerreichung und weitere 16 Prozent eine zielorientierte Zeitnutzung. Jeweils zwölf Prozent finden es wichtig, eigene Stärken zu erkennen und Kräfte wirkungsvoll einzuteilen.

Bildnachweis: colourbox

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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