Neun Tipps zum richtigen Abschalten im Urlaub

von in Arbeitsleben am Montag, 15. Juli 2013 um 10:34

Urlaubsreif? Fein, denn die Sommerferien haben mittlerweile in ganz Österreich begonnen und die Zeichen der Urlaubszeit sind nicht zu übersehen: Leere Schreibtische und Abwesenheitsnotizen im Postfach. Damit der Urlaub auch wirkliche Erholung bringt, heißt es vor allem eines: richtig abschalten. Doch dies ist gar nicht so leicht, in unserer immer schneller werdenden Welt. Es folgen neun Tipps zum richtigen Abschalten. Ideen, Anregungen und Ergänzungen willkommen!

Vor dem Urlaub ist nach dem Urlaub

handy_ausschalten1. Abschalten – vor allem Mails und Diensthandy: 247 Milliarden E-Mails werden weltweit jeden Tag verschickt. Dass dies nicht gesund ist, leuchtet ein. Ständige Erreichbarkeit, die Flut an Nachrichten und Informationen – all das strengt an. Gerade im Urlaub, der freien Zeit zur Erholung, sollte das aber nicht der Fall sein. Daher: Mails aus der Arbeit sollten nur dann gelesen werden, wenn es wirklich nicht anders geht. Und meistens geht es anders, auch wenn das für einige schwer zu glauben ist. Jeder Mensch ist ersetzbar – mehr dazu jedoch später.

endspurt2. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen: Omas Weisheit gilt auch heute noch und zwar besonders vor Urlaubsantritt. Auch wenn die Vorfreude auf den Strand-, Aktiv- oder Was-Auch-Immer-Urlaub noch so groß ist, heißt es: Wer einen sauberen Endspurt hinlegt, tut anderen und vor allem sich selbst einen Gefallen. Selbst wenn die Dringlichkeit noch nicht hoch ist lohnt es sich, Projekte noch vor der längeren Abwesenheit abzuschließen um sich nicht später mühsam wieder hineindenken zu müssen. Erledigt ist erledigt und wer wenig auf seiner To-Do-Liste stehen hat, fährt deutlich entspannter weg.

entspannung3. Die Vertretung regeln: Je nach Position und Situation sollte unbedingt die eigene Vertretung geregelt werden – und damit ist nicht der Abwesenheitsassistent in Outlook gemeint.

4. Die Rückkehr planen: Bevor man sich in den Urlaub verabschiedet, sollten unbedingt alle nötigen Vorkehrungen für eine möglichst entspannte Rückkehr getroffen werden. Denn „Nach mir die Sintflut“ ist nicht zu empfehlen, egal, ob die Sintflut die eigenen Kollegen oder einen selbst trifft.

Manche müssen sich im Urlaub selbst austricksen

5. Den Job Job sein lassen: Egal wie zufrieden oder unzufrieden, wie stressig oder gelangweilt: Der Urlaub ist zur Erholung da, um die Seele baumeln und Sorgen sowie Alltag hinter sich zu lassen. Deshalb: Keine beruflichen Probleme in der freien Zeit wälzen. Denn erstens sorgt das sicher nicht für Entspannung, zweitens lassen sich viele Dinge  aus der Ferne schwer lösen und drittens freuen sich Familie und Freunde sicher, wenn man auch geistig mit ihnen beisammen ist.

einsamkeit6. „Internet-Funklöcher“ suchen: Manchen Menschen fällt die Einhaltung von Tipp 1 (keine Mails) sehr schwer. Und, vielleicht vermuten sie es schon, aber ja: Das ständige Checken der Mails kann Suchtcharakter entwickeln und sorgt kurzum für Stress. Wer sich zu dieser Gruppe zählt, sollte mit dem Gedanken spielen, sich absichtlich in ein „Internet-Funkloch“ zu begeben. Denn es gibt sie noch, Plätze auf dieser Welt, in denen es einfach kein Internet gibt. Und nach ein paar Tagen der Entwöhnung heisst es dann endlich: Abschalten, und zwar richtig!

7. Neues erleben: Neue Menschen, neue Orte, neue Kulturen – kurz, den eigenen Horizont erweitern. Genau das ist ein wunderbares Rezept für Menschen, die Probleme dabei haben, richtig abzuschalten. Außerdem kommt einem ein ereignisreich verbrachter Urlaub viel länger vor – was wiederum gut für den Erholungsfaktor ist. Warum das so ist? Weil Zeit, die monoton verbracht wird, kürzer empfunden wird als jene Zeit, die wir mit neuen Dingen verbringen. Spannend, nicht wahr?

Wäsche und Haushalt können warten

8. Kein Stress bei der Rückkehr: Egal ob weite Reise samt Jetlag oder Ferien im Nachbarort: Ein Urlaub sollte entspannt beendet werden. Denn sonst ist der Erholungseffekt rasch weg und die positiven Erinnerungen verblassen. Tipp: Planen sie einen Extra-Tag zum langsamen Ankommen ein. Wäsche und Haushalt können manchmal warten, nicht immer muss alles perfekt sein. Stattdessen lieber noch einmal auf den Urlaub anstoßen und vielleicht sogar schon vom nächsten träumen.

langsamkeit9. Sich Zeit geben: „Rom wurde nicht an einem Tag gebaut“. Daran sollte man zurück am Arbeitsplatz denken. Denn ob aus Pflichtbewusstsein, Schuldgefühlen den Kollegen gegenüber oder einfach Übereifer – wer sich nach dem Urlaub übernimmt, ist schnell wieder urlaubsreif. Daher: langsam angehen und sich Zeit für einen ersten Überblick nehmen, wichtige Meetings wenn möglich nicht am ersten Tag ansetzen. Dann bleibt neben der Bräune hoffentlich auch noch etwas von der neuen Energie erhalten.

Bildnachweis: ponsulak / Quelle Shutterstock, Aleshyn_Andrei / Quelle Shutterstock, D. Hammons / Quelle Shutterstock, ollyy / Quelle Shutterstock, Nailia Schwarz / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.