Die Arbeitswelt der Frau S.: Respekt – ein Auffrischungskurs

von in Arbeitsleben am Montag, 4. Juni 2012 um 10:37

R-E-S-P-E-C-T – nicht nur ein Klassiker von Aretha Franklin, sondern auch in der Arbeitswelt ein Wort, das durchaus öfter gebraucht werden sollte. Denn gegenseitiger Respekt ist einfach unerlässlich für ein gutes Arbeitsklima. Das heißt, nicht nur menschliche Wertschätzung sollte groß geschrieben werden, sondern auch die geleistete Arbeit anerkannt.

Eine Gastkolumne von Sandra Gortva

Ja ich gebe zu, das klingt jetzt alles etwas wie eine Kanzel-Predigt vom vorletzten Sonntag. Darf es aber auch ruhig, wenn es hilft, wieder mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Dabei geht die Aufforderung in jegliche Richtungen. Sowohl in jene der leitenden Rollen, als auch in Richtung Arbeiter, Angestellte und Arbeitskollegen.

Hat mein Chef überhaupt eine Ahnung?

Nehmen wir mal zuerst die Führungsposition unter die Lupe. Abhängig von der Betriebsgröße kann es dabei schon mal vorkommen, dass der Überblick über die Vielfältigkeit der zu erledigenden Aufgaben verloren geht. Er oder sie sieht nur noch das Endergebnis. Wie man aber dahin kommt, wird allzu oft vergessen. Da kommt schon mal völliges Verständnis abhanden, warum gewisse Arbeiten dann doch länger dauern, nicht so werden wie sie sollten und vieles mehr. Als ArbeitnehmerIn fragt man sich da des Öfteren dann “Hallo! Weiß der oder diejenige überhaupt, wie sehr ich mich hier ins Zeug lege?!” – Genau, etwas mehr Wertschätzung und Respekt bitte! Denn täglich mit dem Gefühl in die Arbeit gehen zu müssen, sich für seine Arbeit rechtfertigen zu müssen, nagt massiv an der Motivation.

Nette Worte – tolle Wirkung

Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass man seine Angestellten tagtäglich mit Dankesreden en Masse und Präsentkörben überschütten soll. Gar nicht. Aber sich hin und wieder ein Bild darüber zu machen, was sich in den Abteilungen tut, wäre schon nicht schlecht. Mal ab und zu den Angestellten mit wertschätzenden Worten motivieren ist nicht nur menschlich eine große Geste, sondern beschert dem Mitarbeiter auch ein gutes Gefühl. Welches sich ja wieder in der Arbeit niederschlägt.

Auch Vorgesetzte arbeiten fleißig mit

Das gleiche Prozedere kann man natürlich auch von der anderen Seite aufziehen. Es ist zum Glück nämlich nicht immer der Fall, dass Chef oder Chefin nicht wissen, wie viel Arbeit man erledigt. Manchmal sind sie einfach selber mit eigenen Aufgaben so überladen oder gefordert, dass sie meinen, auch alle anderen müssten jetzt mit ihrem Hardcore-Tempo Schritt halten. Übersehen, dass nicht alles selbstverständlich ist. Aber Menschen in leitenden Positionen haben es auch nicht immer einfach, Respekt von ihren MitarbeiterInnen zu erlangen. Denn deren Arbeit ist ebenfalls selten direkt ersichtlich. Da muss man auch schon mal ertragen können, dass hinter vorgehaltener Hand weniger nett getuschelt wird.

Gibt es ein Patentrezept?

Was hilft jetzt aber in diesen Fällen? Da gelangen wir auch schon wieder zum Anfang – Respekt ist das unternehmerische Zauberwort. Raum für Gespräche anbieten und gegenseitiges Verständnis aufbringen sollten ebenfalls auf der „Wie gehe ich respektvoll miteinander um“- Liste ganz weit oben stehen. Sich dessen bewusst werden, dass hier alle Arbeit leisten und dass alle an ein und demselben Strang ziehen. Dass alle für eine gemeinsame Sache einstehen und Arbeit nicht immer nach Ergebnis und in Minuten gemessen werden kann. Wer sich für den anderen interessiert, wird auch sehen, was der oder diejenige an Arbeit leistet. In diesem Sinne – auf ein gutes und respektvolles Miteinander!

Über die Autorin:

Man könnte mich als Globetrotterin der Arbeitswelt bezeichnen. Die verschiedensten Wege bin ich bereits gegangen und unterschiedlichste Jobs sowie Job-Positionen haben meine berufliche Reise geprägt. Manch einer wird sich deswegen bestimmt in der einen oder anderen Geschichte wiederfinden. Wenn nicht, dann vielleicht zumindest den einen oder anderen Tipp und Trick für seinen Weg mitnehmen können. Die Welt der Arbeit mal von verschiedenen Seiten beleuchtet. Mittendrin und voll dabei lautet bei mir das Motto (auch in meinem Blog: santown’s blog). Viel Spaß beim Eintauchen in die Arbeitswelt der Frau S.!

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Bildnachweis: colourbox.com

Redaktion

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