re:publica 13 – Die digitale Welt trifft sich in Berlin

von in Jobsuche, Social am Mittwoch, 8. Mai 2013 um 11:01

450 Speaker, 263 Vorträge, elf Bühnen, rund 5.000 teilnehmende Onliner und noch mehr Laptops, Tablets und Smartphones. Keine Frage – re:publica. Bereits zum siebten Mal fand das Online-Ereignis heuer statt, größer als je zuvor. Ein Streifzug.

Sind es auf den ersten Blick die karierten Hemden oder MacBooks, so haben die Teilnehmer der re:publica 13 in Berlin vieles mehr gemeinsam: sie alle sind Internet Public. „Someone, for whom the internet is central of the life“, wie der New Yorker Speaker Andrew Rasiej definiert. In der Tat: Die re:publica wirkt wie ein riesiges Familientreffen von Menschen, für die fest steht, dass die digitale Welt längst nicht mehr von der „Offline-Welt“ zu trennen ist.

Die Stimmung ist entspannt, die Themen vielfältig, die Location am Berliner Gleisdreieck genial. Und im riesigen Innenhof herrschte Festival-Feeling – entgegen aller mehr oder weniger verbreiteten Nerd-Vorurteile zelebrierte man einige Tage Online-Leben, Diskurs und spannende Gespräche. Heike und Christoph waren für den karriere.blog dabei.

Aber seht besser selbst.

Hier ein kleiner Streifzug durch Workshops, Vorträge und Best-Practice-Beispiele.

Wer einen umfassenden Überblick möchte, einfach selbst nachlesen, nachschauen und nachhören – Material dafür gibt es auf der re:publica-Website mehr als genug!

Jeder will ein schöneres Blog!

Markus BekedahlMarkus Beckedahl, re:publica-Mitbegründer und netzpolitik.org-Chef, gab beispielsweise einen spannenden Einblick darüber, wie es dazu gekommen ist, sich für ein freies, neutrales Netz einzusetzen. Und was es bedeutet, eine „Geldverbrennungsanlage ohne Geschäftsmodell“ im Dienste der Allgemeinheit zu betreiben.

Was heute das zentrale Medium zum Thema Netzpolitik darstellt (mehr als 12.000 Artikel erschienen seit Beginn, mittlerweile sind es 30.000 Leser täglich), begann übrigens ganz klein. Beckedahl: „Ich wusste gar nicht, was ein Blog ist. Ich wollte nur nicht html verwenden.“ Das Standard-Blogger-Tool WordPress sollte erst ein Jahr später starten.

Hier übrigens Markus Beckedahls ganzer Vortrag: „Unser Blog soll schöner werden

Public Internet oder doch Internet Public?

Eines der Highlights auf der re:publica: Die Session von Andrew Rasiej – New Yorker Web-Superbrain und Demokratieaktivist. Titel: „You can turn off the public internet, but you can’t turn off the internet public.“ (Mitschnitt hier).

Republica_Internet PublicDie Internet Public – eine Öffentlichkeit, die sich in den vergangenen Jahren am sichtbarsten in der weltweiten Protestkultur manifestierte: Ob ACTA, Pussy Riot oder die Umbrüche in der arabischen Welt – zentrales Element war dabei die Web-Zivilgesellschaft.

Eine Öffentlichkeit, der jeder angehören kann und darf – deren gemeinsame Grundlagen, das Internet und dessen freier Gebrauch, Privatsphäre und Datensicherheit – weltweit nicht nur von Regierungen und Konzernen auf eine harte Probe gestellt werden.

Rasiej: „I don’t care if government watches me as long as I can watch back.“

Jobsuche im Web: Wie der neue Job dich findet.

Dass Personal Brandig im (Social) Web durchaus den Weg zum neuen Job ebnen kann, war schon öfter Thema des karriere.blogs. Ein Best Practice, wie man sich durch seinen eigenen Online-Auftritt vom Wunscharbeitgeber finden lässt, liefert „Punktefrau“ Christine Heller gemeinsam mit karrierebibel-Macher Jochen Mai. Spannender Vortrag, der zeigt, dass die Jobsuche übers Social Web wohl eine der spannendsten Möglichkeiten ist, sich für seinen Traumjob zu bewerben – idealerweise natürlich auch im Web- oder kreativen Bereich. Spannend!

Christine Heller: „Alles, was man online macht, ist die Referenz für einen selbst.“

Hier das Video zur Session „Personal Branding: Wie der neue Job dich findet

Bildnachweis: karriere.at

Redaktion

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren