Recruiting via Smartphone: Wie mobile-fit ist Ihre Website?

von in HR, Social am Mittwoch, 25. November 2015 um 11:10

Früher war die Online-Welt für Unternehmen noch einfach: Eine Website war genug. Wenn sie auch noch ansprechend gestaltet und funktionell war, umso besser. Heute reicht eine funktionierende Website alleine zur Bewerberansprache nicht mehr aus: Sie muss auch auf allen genutzten Geräten perfekt funktionieren – auch am kleinen Smartphone-Screen. Ergebnisse aus einer repräsentativen karriere.at-Studie.

Jobsuche am Smartphone? Was vor wenigen Jahren noch als utopische Zukunftsphantasie abgetan wurde, ist heute bereits Realität. Zumindest auf Bewerberseite. Jobs werden immer häufiger so gesucht, wie auch Flüge gebucht und Haushaltsgeräte gekauft werden: Am Smartphone – wenn gerade Zeit ist.

Willkommen in der mobilen Realität!

Dass viele Unternehmen diese Realität noch nicht wahrnehmen, ist bekannt und wird in diversen Studien immer wieder aufs Neue eindrucksvoll belegt – beispielsweise von der Mobile Recruiting Studie 2015 Österreich der deutschen Digitalagentur Wollmilchsau. Einige Fakten daraus:

  • Nicht einmal jeder zweite österreichische Arbeitgeber (44 Prozent) hat seine Karrierewebsite für mobile Endgeräte optimiert
  • Nur jeder Vierte (26 Prozent) verfügt auch über eine mobil-optimierte Jobsuche auf der Seite
  • Bewerbung via Smartphone – das ist nur bei rund sieben Prozent der untersuchten Unternehmen (Wiener Börse Index) möglich

Mobile Karrierepage: Just do it!

Bedenkt man, dass bereits heute jeder dritte österreichische Web-User einmal einen Job per Smartphone gesucht hat, heißt es für viele Unternehmen schnell sein – denn der Mobile-Trend wird nicht aufzuhalten sein. Ein Handlungsbedarf, den auch die aktuelle Mobile-Recruiting-Studie von karriere.at und Marketagent.com aufzeigt.

Grafik zu Mobile Recruiting Studie karriere.at

Apps? Umwege halten nur auf

Alles auf einem Portal – ohne Umschweife – genau das wollen Jobsuchende immer häufiger. Bereits 38 Prozent der 518 Studienteilnehmer präferieren die mobile Website (2014: 35 Prozent). Während die Vollversion-User in etwa gleich geblieben sind (34 Prozent), sinkt die Attraktivität von eigenen Karriere-Apps einzelner Arbeitgeber auf 28 Prozent (2014: 32 Prozent). Der „Umweg“ einer App, um mobilfähige Inhalte zu bekommen, wird also von immer weniger Usern akzeptiert.

Eine weitere Erkenntnis, die von der Studie belegt wird: User unterscheiden hinsichtlich ihrer Ansprüche deutlich zwischen Laptop- bzw. Desktopnutzung und der mobilen Nutzung von Websites. Sind bei ersteren Dinge wie funktionelles Design, Bilder, Videos und bewegte Elemente noch von größerer Wichtigkeit, so geht am Smartphone alles in Richtung Usability.

Grafik zu Mobile Recruiting Studie

Vergrämte User – weniger Rücklauf

Warum das alles wichtig ist? Weil man gerade im Recruiting-Kontext auf jeden User angewiesen ist, da dieser ja gleichzeitig der optimale Kandidat sein könnte. Oder anders gesagt: Wer sich nicht der Mittel bedient, die seine Zielgruppe nutzt, wird diese auch nicht erreichen. Auf die oben erwähnten 30 Prozent umgelegt, die bereits via Smartphone nach Jobs gesucht haben, bedeutet das: Arbeitgeber, deren Karrierepages am kleinen Bildschirm nicht funktionieren, verzichten auf ein knappes Drittel ihrer Kandidaten. Freiwillig.

Bildnachweis: Kitja-Kitja / Quelle Shutterstock, Grafik: Luke Ecker / karriere.at

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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