HR-Herausforderung: Recruiting abseits der Ballungsräume

von in HR am Freitag, 18. November 2016 um 11:30

Das Team von Loxone arbeitet seit 2009 an Smart Home Lösungen, fernab des Zentralraumes, im oberen Mühlviertel: Der Unternehmensstandort Kollerschlag stellt den Arbeitgeber vor die Herausforderung, abseits des Ballungsraumes Jobsuchende für sich zu begeistern. Benefits und Employer Branding nehmen deshalb einen großen Stellenwert im Personalmarketing ein. Drei Fragen zum Thema „Bewerber begeistern“ an Loxone-Geschäftsführer Martin Öller.

Rund 90 Mitarbeiter in Kollerschlag, zehn weitere in der Hardware-Entwicklung in Gallneukirchen, an Standorten und Kompetenzzentren weltweit sind es insgesamt rund 250 Arbeitnehmer, die für Loxone arbeiten – Tendenz steigend. Der oberösterreichische Arbeitgeber ist laufend auf der Suche nach Fachkräften. Uns hat interessiert, mit welchen Maßnahmen das Unternehmen setzt, um für den Standort im ländlichen Raum Bewerber für sich zu begeistern.

Loxone CEO Martin Öller

Martin Öller

„Aufgrund unseres wachsenden Marktes, erhalten wir zunehmend auch Bewerbungen für Top-Positionen aus vielen hundert Kilometern Entfernung. Das Einzugsgebiet ist dementsprechend groß. Loxone bietet attraktive Jobs, dazu die Chance, mitzuwachsen und das Unternehmen mitzuentwickeln. Das zieht an. Wir haben auch Mitarbeiter, die täglich 70 Minuten und mehr aus Schärding oder Wels pendeln“, erklärt Loxone-Geschäftsführer Martin Öller. Ein Entwickler hat für den Job seinen Lebensmittelpunkt gar von Hessen ins Mühlviertel verlegt, teilweise arbeiten bei Loxone auch „Heimkehrer“, die zuvor im Zentralraum tätig waren.

1. Auf welche Recruiting-Kanäle und Maßnahmen setzt Loxone bei der Suche nach Talenten?

Öller: Viele Jobsuchende suchen online und weil für das Thema Smart Home eine gewisse Online-Affinität Grundvoraussetzung ist, setzen wir unseren Schwerpunkt im Recruiting auf Online-Aktivitäten. Wir nutzen aber auch die klassischen Kanäle, um Loxone als Arbeitgeber zu präsentieren – bei diversen Veranstaltungen von Bildungseinrichtungen, aber auch Karrieremessen.

2. Benefits und Aktivitäten zur Mitarbeiterzufriedenheit dürfen nicht fehlen. Wofür hat sich Loxone entschieden?

Öller: Offenheit ist einer unserer Werte, das spiegelt auch die Architektur unseres Gebäudes mit Rundumblick ins Grüne wider. Bei Loxone herrscht eine durch und durch offene Arbeitskultur. Es gibt nur wenige baulich abgetrennte Räume, ansonsten wird in einem Großraum-Büro gearbeitet. Die offen gestalteten Bereiche ermöglichen Austausch unter den Kollegen und zwischen den einzelnen Teams bei Loxone. Nicht nur der Austausch ist wichtig für die Weiterentwicklung. Es herrscht eine offene Feedbackkultur und reger Austausch zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Das sogenannte Forum unseres Headquarters ist Dreh- und Angelpunkt. Hier trifft man sich zum Essen im hauseigenen Restaurant oder für einen ungezwungenen Austausch bei einem Kaffee. Im Restaurant wird täglich frische, ausgewogene Küche zubereitet.

Pendler und Eltern schätzen unsere flexiblen Arbeitszeiten, allen Arbeitnehmern stehen verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung, z.B. die Lehre mit Matura für Lehrlinge, Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung oder Fachcoachings und Mentorings für Teamleiter. Spitzenleistungen sind uns außerdem exzellente Gehälter wert.

Loxone Basecamp Forum

3. Wie werden Mitarbeiter entwickelt, welche Karriereperspektiven gibt es?

Öller: Karriere bei Loxone bedeutet nicht notwendigerweise, die Leiter von einer Position zu einer anderen hoch zu klettern, sondern: Den Job zu machen, der den eigenen Stärken am besten entspricht und hier erfolgreich zu sein und einen wertvollen Beitrag zum Gesamten leisten zu können. Das muss nicht unbedingt die Führung von möglichst vielen Mitarbeitern sein, sondern kann auch eine fachliche Herausforderung sein, in der man Spitzenleistungen erbringt und aufgeht.

Wir sind ein relativ junges Unternehmen mit amibitionierten Zielen. Wer mit uns Gas gibt, dem stehen bei Loxone alle Türen offen, wie Florian Wöss zeigt. Er hat als Praktikant bei Loxone begonnen, war am Anfang allein für das Marketing zuständig, bis er das Marketing leitete und in die Management-Ebene wechselte. Seit August ist Florian Wöss mit nur 29 Jahren und drei weiteren Mitarbeitern für die nächsten Jahre in die USA gewechselt, wo er in der Rolle als Niederlassungsleiter Loxone US und die Marke aufbauen wird.

Es gibt aber auch kürzere Auslandsaufenthalte. So werden immer wieder Loxonauten in unsere Vertriebsniederlassungen entsendet, um dort Prozesse oder neue Vertriebsmaßnahmen zu etablieren und die Kollegen vor Ort in den verschiedensten Bereichen zu unterstützen. Auch bei uns in Kollerschlag sind immer wieder Kollegen aus den Auslandsniederlassungen zu Gast, um sich auszutauschen.

karriere.talk: Schöne neue Arbeitswelt?

Loxone-CEO Martin Öller wird am Mittwoch, 30. November beim karriere.talk #2 in Linz zu Gast sein. Gemeinsam mit der Bloggerin Madeleine Alizadeh (dariadaria), Bettina Kubicek (FH OÖ) und Karl Edlbauer (Hokify) wird er zum Thema Herausforderungen und Chancen neuer Arbeitswelten diskutieren. Der Eintritt zum karriere.talk ist frei, zur Anmeldung geht es hier entlang.

Bildnachweis: enterlinedesign/Shutterstock; Loxone

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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