Recruiting in Zahlen: Vom Stelleninserat zum ersten Tag im neuen Job

von in HR am Freitag, 2. September 2016 um 10:35

Welche Abteilungen können sich vor Bewerbern kaum retten, wie lange müssen Bewerber auf eine Absage warten und welche Arbeitnehmer sind am schwierigsten zu finden? Eine Umfrage unter 500 HR-Experten hat interessante Zahlen rund um Recruiting in Österreich in einer Infografik zusammengefasst.

Mehr Recruiting über Social Media, bessere Candidate Experience – was wurde aus den HR-Trends, die zu Jahresbeginn prophezeit wurden? Prescreen hat bei 500 Personalmanagern nachgefragt, wie es in der Praxis aussieht.

#1 Hier tummeln sich die Bewerber

Fachkräftemangel? Jein. Einige Abteilungen sind mit Bewerbungen mehr als nur gut versorgt. Durchschnittlich 17 Bewerbungen gehen auf eine ausgeschriebene Stelle im Bereich Logistik ein. Spitzenreiter ist auch der Helpdesk, hier kommen auf eine offene Stelle rund 15 Kandidaten. Davon können Vertrieb und IT nur träumen, sie erhalten nur 8 bzw. 6 Bewerbungen pro ausgeschriebenem Job.

#2 Vom Inserat zum ersten Tag

Die Time to Hire gibt an, wie lange es dauert, bis ein neuer Mitarbeiter in seinem Job startet. Je kürzer dieser Zeitraum, desto besser! Spitzenreiter mit sehr kurzer Time to Hire ist der Bereich Lager. Nur 24 Tage verstreichen zwischen Vakanz und erstem Tag des neuen Mitarbeiters. Im Vergleich dazu: Durchschnittlich 70 Tage dauert es in der IT. Wie lange müssen die anderen Kandidaten auf eine Absage warten? Am längsten in der Produktion – durchschnittlich 183 Tage lang müssen sich Bewerber hier gedulden.

#3 Mühsame Suche nach Kandidaten

Die IT-Abteilung hat es bei der Suche nach geeigneten Arbeitnehmern am schwersten, darin sind sich mehr als 50 Prozent der befragten HR-Manager einig. Ein Viertel fällt die Suche nach Vertriebs-Personal sehr schwer. Im Sales-Bereich ist auch die Fluktuation am höchsten, das sagen 41 Prozent.

#4 Recruiting-Kanäle

Die meisten Bewerbungen erhalten Recruiter über Inserate auf Jobbörsen, danach folgen Mitarbeiterempfehlungen und die eigene Karriereseite.

#5 Zukunftsmusik

Social Media sollte HR als Recruitingkanal weiterhin auf dem Radar haben. HR-Experten denken, dass Social Media und die aktive Mitarbeitersuche per Active Sourcing weiterhin an Bedeutung gewinnen werden.

Kennzahlen im Recruiting 2016

Bildnachweis: turgaygundogdu/Shutterstock; Prescreen

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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