Lesestoff zum Wochenende: Ratgeber zum Thema Feedback

von in Arbeitsleben, HR am Freitag, 13. Februar 2015 um 11:30

Was gutes Feedback ausmacht, passt nicht auf ein Plakat, das nach einem Teambuilding-Seminar im Konferenzraum hängt und mahnt: Halte dich an diese Punkte und alle werden glücklich. Dass Feedback eine komplexe Sache ist, wissen auch Chris Wolf und Heinz Jiranek. In ihrem Buch Feedback zeigen sie, wie konstruktive Rückmeldung und das richtige Annehmen von Feedback gelingen kann.

Wir verlosen drei Exemplare des Ratgebers. Alle Infos dazu unten.

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Ein neuer Zugang

Feedback vom Chef. Das nimmt man besser ehrfürchtig und vor allem still auf. Mund halten und dankbar zurückziehen. Gibt es auch einen besseren Weg? Es gibt ihn, sagen die beiden Diplom-Psychologen Chris Wolf und Heinz Jiranek: „Wir behaupten, dass das Annehmen von Feedbacks von zentraler Bedeutung nicht nur für die Kommunikation, sondern für das Funktionieren von Unternehmen ist. Damit muss es zu den Kernkompetenzen für Führungskräfte und Mitarbeiter gezählt werden.“

Die Hohe Kunst des richtigen Feedbacks

Ihrer Methode des Feedbacks haben Wolf und Jiranek die Bezeichnung „Resonanz-Feedback“ gegeben. Denn erfolgreiche Feedbackprozesse sind getragen von großer Aufmerksamkeit auf alles, was mitschwingt. Echtes Feedback bezweckt immer eine Wirkung, die realistischerweise auch eingehalten werden kann und den Fokus genau auf die beabsichtigte Wirkung legt. Es möchte Resonanz erzeugen. Es geht also darum, Rückmeldungen so zu geben, dass sie eine Wirkung und keinen Widerstand erzeugen.

Feedback empfangen – auch das ist Arbeit

Aber nicht nur wer Feedback gibt, kann an sich arbeiten. Auch als Empfänger von (kritischen) Rückmeldungen ist etwas Arbeit an sich selbst gefragt. „Zur inneren Haltung des Feedbackempfängers gehört es, Feedbackprozesse einfach als Austausch von Vorurteilen zu begreifen. Als den Vergleich unterschiedlicher Perspektiven, von denen keine wahr sein wird. Beide zeigen eben Blickwinkel, und das ist vollkommen legitim. Zur inneren Haltung des Feedbackempfängers gehört auch, dem Feedbackgeber nicht die perfekte Formulierung des Feedbacks abzuverlangen. Er drückt sein Anliegen so aus, wie er es eben ausdrückt. Die Haltung hieße vielleicht: Auch wenn’s mir nicht passt, auch wenn mir der Ton, das Beispiel nicht gefällt, aber mich interessiert schon, wie der andere zu seinem Urteil kommt. Zur Haltung im Resonanz-Feedback gehört es, sich bewusst zu machen, dass der Feedbackgeber energetischen Aufwand betrieben hat. Selbst wenn Art und Inhalt des Feedbacks uns nicht gefallen: Ist es erst einmal geäußert, dann “kann man drüber reden”, so die Autoren.

Fazit

In acht Kapitel haben die beiden Autoren alles Wissenswerte zum Thema Feedback gepackt, ohne dabei in Floskeln zu verfallen. Außerdem räumen sie mit weit verbreiteten Irrtümern über Feedback auf. Nach der Lektüre ist klar, dass Anweisungen, Kommentare und Lob noch kein Feedback darstellen. Infokästen und Illustrationen lockern das Buch auf und helfen, sich wichtige Grundgedanken zu verinnerlichen. Im Anhang gibt es zur Vertiefung noch ein paar Beispiele aus der Praxis. Ein schöner Ratgeber, nicht nur für Führungskräfte, sondern für alle, die besseres und ehrliches Feedback vermitteln möchten.

Zu gewinnen: 3 Bücher

FeedbackWir verlosen drei Exemplare des Ratgebers. Einfach bis einschließlich Sonntag, 22. Februar eine E-Mail mit dem Betreff „Feedback“ samt Postadresse an marketing@karriere.at senden. Die drei Bücher werden unter allen Einsendungen verlost – der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden per E-Mail informiert.

Bildnachweis: chrupka / Shutterstock; Business Village

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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