Personaler, aufgepasst: Wer jetzt noch kein Fuchs im Social Web ist, sollte rasch einer werden

von in Bewerbung, HR, Social am Freitag, 3. September 2010 um 10:43

Wer einen Job sucht, will einen authentischen Blick hinter die Kulissen des potenziellen Arbeitgebers. Gerade junge Jobsuchende wollen dies via Social Media tun. Im Rennen um die besten Köpfe agieren Unternehmen aber nach wie vor eher konservativ und sind von den Möglichkeiten von Social Networks, Blogs und Apps noch nicht vollends überzeugt. Den Handlungsbedarf, dass sie neue Recruiting-Kanäle erschließen müssen, erkennen jedoch immer mehr Unternehmen, besagt der neue Trend Report Online Recruiting Schweiz (eine Kurzfassung gibt es hier).

Die aktuelle Studie von Prospective Media Services – die wohl eins zu eins auch auf den österreichischen Bewerbermarkt umlegbar ist – besagt eigentlich nichts Neues, birgt jedoch trotzdem einige Überraschungen: Nämlich dass beispielsweise vier von fünf Arbeitnehmern nach wie vor Printinserate zur Jobsuche nutzen – allerdings zusätzlich zu Online-Jobbörsen, welche rund 90 Prozent der Befragten für ihre Karriereplanung verwenden. Dass sich dieses Verhältnis wohl eher weiter zugunsten der Onlineangebote verschieben wird, scheint allein schon aus Kostengründen ein absehbares Phänomen – Papier ist schließlich teurer als Webspace –  wie auch Jan Kirchner vom Personalberater-Blog im karriere.at-Interview prognostiziert.
Die Grundaussage der Prospective-Studie: Vor allem jene Generation, die gerade auf den Arbeitsmarkt drängt, möchte direkt mit den Unternehmen interagieren – und dafür Social Media verwenden. Unternehmen sehen immer dringenderen Handlungsbedarf und überdenken zusehends ihre abwartende Haltung Social Media gegenüber. Grundsätzlich könne man Unternehmen und ihre Personalisten in fünf Gruppen einteilen, wenn es um den Einsatz von neuen Tools in der Personalarbeit geht:

  1. „Prozessorientiert“: Neue Tools richten sich in erster Linie an die eigene Belegschaft.
  2. „Zurückhaltend“: Nutzen kaum Social Media.
  3. „Mobil“: Besonders Interesse an Mobie Recruiting, viel Social Media-Einsatz.
  4. Outgoing“: Publizieren sehr viel außerhalb der eigenen Firmenwebsite. Gegenteil von „Prozessorientiert“.
  5. „Social“: Versierter Einsatz von Social Media.

Eine schöne, wenn auch etwas kompliziert anmutende Grafik liefert Prospective auch gleich mit:

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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