Lange für wenig Pension arbeiten – Ist das die Zukunft?

von in Arbeitsmarkt am Donnerstag, 8. August 2013 um 10:29

Arbeit bis ins hohe Alter und ein marodes Pensionssystem – die Zukunftsaussichten für junge Arbeitnehmer sind alles andere als rosig. Kaum jemand glaubt laut einer aktuellen market-Umfrage, dass es der nächsten Generation einmal besser gehen wird als den jetzigen Alten. Das Erbe der Jugend scheint hart – abgefedert wird dies jedoch kaum.

Hartes Erbe der Jugend

zukunft_der_jungen„Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“ Die bei Bewerbungsgesprächen sehr beliebte Frage erzeugt oft schon Kopfzerbrechen. Wagt man es jedoch, noch weiter in die Zukunft zu blicken, so zeichnet sich ein wenig angenehmes Bild. Wie eine aktuelle market-Umfrage hervorbringt, schätzt die Mehrheit der Österreicher die Zukunftsaussichten der heutigen Jugend sehr hart ein. Hart, aber realistisch?

Erhöhter Pflegeaufwand als fixer Bestandteil

generationen_pflege83 Prozent gehen von einer Erwerbstätigkeit bis ins hohe Alter (65 bis 70 Jahre) aus, für 80 Prozent steht fest, dass die heutigen Jungen ein marodes Pensionssystem erwarten wird. Auch einen erhöhten Pflegeaufwand der älteren Generationen (Eltern und vielleicht sogar Großeltern) sehen 74 Prozent der Befragten als fixen Bestandteil an. Auf den Plätzen liegen „Enorme Staatsschulden“, „eine hohe Steuerlast“ sowie „ein Mangel an Fachkräften„.

Die Themen der heutigen Jugend

Nur sieben Prozent der Befragten glauben, die jungen Menschen werden ein besseres Leben führen als die Generationen vor ihnen. Noch weniger realistisch scheint für die Österreicher, dass es in Zukunft eine florierende Wirtschaft, Vermögen oder ein perfekt funktionierendes Staatssystem geben wird. Diese sehr düstere Einschätzung resultiert laut den Studienautoren vor allem aus den vergangenen fünf Jahren der Wirtschaftskrise. Die Themen Arbeit, Bildung und Lebenserhaltungskosten beschäftigen die Jugendlichen heute stärker denn je. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kommt als Thema, für welches es noch keine geignete Lösung gibt, vor.

Die Wünsche der Österreicher

politische_maßnahmenGefragt nach den nötigen politischen Maßnahmen, um junge Menschen zu fördern, steht der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit mit 59 Prozent eindeutig an der Spitze. Investitionen in die Bildung stehen mit 49 Prozent Zustimmung auf Platz zwei, gleich auf mit besseren beruflichen Chancen.

Bildnachweis: market, Aliyev Alexei Sergeevich / Quelle Shutterstock, arek_malang / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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