84 Prozent der Österreicher würden zur Arbeit pendeln

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 21. November 2013 um 11:09

Den Vorwurf, kein mobiles Land zu sein, kann man den Österreichern nicht machen: Denn laut der Umfrage von ImmobilienScout24 wären 84 Prozent der Arbeitnehmer bereit zu pendeln. Aktuell ist die Zahl der Pendler (zum Glück für Umwelt, Geduld und Geldbörse) deutlich geringer – immerhin 37 Prozent der Österreicher bezeichnen sich selbst als solche. Sie kommen jährlich auf bis zu 14 Tage reine Fahrzeit zur Arbeit.

Schmerzgrenze noch nicht erreicht

zeit_rinntZeit ist Geld und im Frühverkehr zur Arbeit braucht es oft auch eine gewaltige Portion Nerven. Vom Abendverkehr in und aus den Städten reden wir hier noch gar nicht. Knapp ein Drittel der berufstätigen Österreicher verbringt täglich mehr als eine Stunde mit der An- und Abreise zum Arbeitsplatz. Die Hälfte davon braucht für eine Strecke mehr als 45 Minuten. Für jene, die in den Luxus eines nahen Arbeitsplatzes kommen, mögen diese Zahlen erschreckend hoch sein. Dennoch ist die Schmerzgrenze der Pendler scheinbar noch nicht erreicht. 40 Prozent der Befragten würde sogar eine Fahrtdauer von einer Stunde und mehr pro Strecke in Kauf nehmen.

Klassische vs. neue Pendler: Wer liegt auf Platz 1?

leben_landGependelt wird aus verschiedenen Gründen, bei den meisten (50 Prozent)  handelt es sich jedoch um so genannte klassische Pendler, bei denen Arbeitsplätze in Wohnortnähe schlichtweg fehlen. Auf Platz Zwei liegen mit 40 Prozent die so genannten neuen Pendler: Das sind jene Abeitnehmer, die sich den Wunsch nach dem „Wohnen im Grünen“ erfüllt haben – dafür jedoch längere Arbeitswege in Kauf nehmen. 16 Prozent akzeptieren die längere Anreise für ein größeres Heim – welches sie sich in Arbeitsplatznähe nicht leisten wollen – oder können. Nur 16 Prozent der berufstätigen Österreicher schließen das Pendeln laut der Umfrage übrigens für sich gänzlich aus.

Das wünschen sich die Österreicher für ihren Arbeitsweg

autofahrenDie Tatsache, dass die deutliche Mehrheit (58 Prozent) die täglichen Arbeitswege mit dem Auto zurück legt, sorgt nicht nur bei Umweltfreunden für die eine oder andere Sorgenfalte. Denn – Pendlerpauschale hin oder her – das Fahren geht ins Geld. Sind Arbeitsplatz und Wohnung in der selben Stadt, fahren immerhin drei von zehn Befragten mit den Öffis. Weitere zehn Prozent radeln zur Arbeit, stolze 27 Prozent sind zu Fuss unterwegs. Sicher, nicht immer hat man Wahlfreiheit – dies sollte jeder bedenken: Ob Vertreter der Öffi-, Rad- oder Autofraktion. Spannend an dieser Stelle jedoch dass, gefragt, wie sie am liebsten zur Arbeit kommen würden, rund die Hälfte der Befraten meint: Mit dem eigenen Pkw. 28 Prozent würden gerne die Öffis nutzen, 15 Prozent mit dem Fahrrad kommen.

Weiterführende Infos: Pendlerpauschale & Co.

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Arbeiterkammer

Bildnachweis: Daniel Gale / Quelle Shutterstock, Szocs Joszef / Quelle Shutterstock, fujji / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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