Nach Ostern: Frühjahrsputz ins neue Leben

von in Arbeitsleben am Freitag, 6. April 2012 um 10:49

Frühjahrsputz und Ostern gehören seit jeher zusammen und machen aus mehrerlei Hinsicht Sinn: Galt es früher, der Kirche für das höchste Fest der Christen neuen Glanz zu verleihen, sind es heute für viele Menschen Wohnungen, Arbeitsplätze oder gar das ganze Leben, das man in der Zeit um Ostern umkrempeln will. Neue Kraft und eine Portion Mut im Osternest können dabei hilfreich sein.

Denn obwohl Feiertage und die freien Tage dazwischen recht verlockend sind, sich für die (vermeintlich) reichlich freie Zeit viel vorzunehmen, passiert meist wenig. Der Weihnachtsstress geht nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit über und den Zwischenstopp Semesterferien verbringen jene, die ihn machen können, auf den Skipisten. Entrümpelungsaktionen müssen ebenso wie Frühjahrsputz und Steuerausgleich warten: bis Ostern. Mit den längeren Tagen und dem frischen Grün (der Farbe für Erneuerung, Hoffnung und Frühling) kehrt bei vielen dieser Tage der Wille, Aufgeschobenes zu erledigen, zurück.

Die Kunst des Aufschiebens

Dass ein guter Wille nicht automatisch bedeutet, dass die Dinge auch in Angriff genommen werden, ist dabei kein Geheimnis. Dahinter verbirgt sich meist nichts anderes als eine stark ausgeprägte Neigung zur Prokrastination. Diese hat nichts mit der Kastration zu tun, sondern kommt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt schlicht „Aufschieben“. Und wer kennt das nicht? Unangenehme bzw. aufwändige Arbeiten werden „später“ erledigt, weil vorher dringend andere, mindestens ebenso wichtige Arbeiten warten.

Statt Steuerausgleich Sockenlade sortieren

Statt dem Steuerausgleich wird die Sockenlade neu sortiert, ein chaotischer Arbeitsplatz muss warten, bis im Handy-Adressbuch alle Kontakte aktualisiert worden sind. Damit aus „das mache ich nach Ostern“ auch tatsächlich etwas wird, braucht es schon mehr als einen guten Vorsatz: Eine To-do-Liste kann Struktur in das Chaos bringen. Zudem gibt es ein gutes Gefühl, Erledigtes abhaken zu können.

Wichtigste Regel: die Feiertage genießen

Feiertage sind, wie ihr Name schon sagt, zum Feiern da. Deshalb sollte die Osterzeit auch ohne schlechtes Gewissen genossen werden: mit Freunden und der Familie, zum Entspannen und fürs Krafttanken in der Natur. Damit jedoch nach der Fasten- nicht die Frustrationszeit kommt, sollte man sich  schon jetzt gedanklich auf die Zeit nach Ostern einzustellen. Es hilft etwa, realistische Pläne zu schmieden, diese niederzuschreiben und sich auch einen Zeitplan zu überlegen. Ein kleiner Motivationpusher wäre dabei folgendes Vorgehen: heute aufschreiben, was man vorhat, jedoch keinesfalls vor Dienstag beginnen. Bis dahin ist quasi „Osterruhe“ verordnet. Ohne schlechtes Gewissen, ausgeruht und motiviert lässt sich dann so richtig loslegen.

Nach Ostern winkt eine kurze Woche

Der freie Ostermontag beschert zudem den meisten Arbeitnehmern eine kurze Arbeitswoche und somit ein nur kurzes Warten bis zum nächsten Wochenende, welches dann umso produktiver verbracht werden kann. Ein weiterer Grund zu Vorfreude auf die kommende Arbeitswoche könnte sein, dass durch das Ende der Fastenzeit wieder deutlich mehr Süßigkeiten Einzug in die Büros halten. Und mit den Süßigkeiten gehen nicht selten auch deutlich entspanntere Kollegen einher: Nämlich all jene, die tapfer durchgehalten haben und – zum Leidwesen ihrer Kollegen – auf sämtliches Naschwerk, Kaffee andere Freuden verzichtet haben.

Fotonachweis: Colourbox

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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