Optimismus kommt auf Facebook besser an

von in Social am Mittwoch, 31. Juli 2013 um 10:24

Was haben: „Kommt der Sommer denn nie?“, „Mir ist so heiß“ und „Ich will zurück in den Urlaub“ gemeinsam? Alle drei sind Statusmeldungen, wie man sie auf Facebook lesen und liken kann. Oder eben nicht. Denn wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, kommt Optimismus deutlich besser an als Jammern.

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Wer, wo, was und mit wem?

essen_facebookDass manche Menschen in sozialen Netzwerken – insbesonders auf Facebook – sehr viel mitteilungsbedürftiger sind, als im wahren Leben, ist nicht neu. Noch nie wusste man etwa so gut darüber Bescheid, was die Freunde oder Bekannten wo und mit wem und zu welcher Uhrzeit gegessen haben. Aber auch Gefühle, Stimmungen und einfach Dinge, die einen ärgern, haben ihren Platz auf Facebook. Posting ist jedoch nicht gleich Posting und besonders Menschen mit geringem Selbstwert sollten darauf achten, was sie von sich preisgeben.

Wer zu negativen Meldungen neigt

facebook_likeZu diesem Schluss kommen Amanda Forest und Joanne Wood mit ihrer Studie, wie die Plattform Forschung erleben berichtet. Die Ausgangsüberlegung der beiden Forscherinnen war, dass Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl eher zu negativen Statusmeldungen neigen würden als andere. Weiters nahmen sie an, dass Freunde dieser Personen negative Postings eher ignorieren, positive jedoch durch Likes und Kommentare besonders stark „belohnen“ würden. Auf Fremde soll das Jammern zudem eher eine abschreckende Wirkung haben.

Wie unsere Freunde uns erziehen

optimistisch_freundeFür ihre Untersuchung wurde zunächst der Selbstwert der Testpersonen gemessen. Danach wurden die letzten zehn Facebook-Statusmeldungen erhoben, Kommentare und Likes erfasst sowie Dritte gebeten, die Postings mit Sympathiepunkten zu bewerten. Die Auswertung der Daten zeigt: Die Annahmen der Forscherinnen treffen zu. Personen mit niedrigerem Selbstwertgefühl neigen laut der Untersuchung tatsächlich zu negativen Meldungen, auf die auch Freunde entsprechend (nicht) reagierten. Und das enttäuscht. Positive Meldungen wurden hingegen deutlich häufiger kommentiert. Forest und Wood vermuten, dass Freunde dadurch unbewusst versuchen, eine positive Sicht auf das Leben zu fördern.

Das Glas ist halb voll

Wie sich zeigt, ist es nicht unwesentlich, wer was schreibt und wem man was antwortet. Das Glas halb voll zu sehen bringt demnach nicht nur in der realen, sondern auch in der virtuellen Welt Punkte und Sympathien. Zudem: Am Wetter kann auch Facebook nichts ändern.

Bildnachweis: Fotovika / Quelle Shutterstock, Gonzalo Aragon / Quelle Shutterstock, Pressmaster / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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