Online Employer Branding wird immer wichtiger

von in HR am Montag, 22. Juli 2013 um 09:48

Eine erfolgreich kommunizierte und vor allem authentische Arbeitgebermarke ist mehr als nur ein Nice to Have. Wie eine aktuelle Gfk-Studie nun zeigt, hängt die Entscheidung für oder gegen ein Unternehmen am häufigsten von den Unternehmenswerten bzw. der Unternehmenskultur ab. Immer wichtiger wird dabei das Online Employer Branding.

Arbeitgeber mit Kultur und Werten

In einer Repräsentativbefragung von 2000 Personen wurden die wichtigsten Kriterien für die Jobentscheidung zwischen verschiedenen Arbeitgebern abgefragt. Es zeigt sich: Eine sympathische Unternehmenskultur ist für 61 Prozent der Österreicher am wichtigsten. Unternehmenswerte, mit denen man sich identifizieren kann, liegen auf Platz zwei (46 Prozent). Danach folgen fast gleichauf der Bezug zu den Produkten oder Dienstleistungen (41 Prozent) sowie ein guter Unternehmensruf (40 Prozent).

Auto, Handy oder Job: Online-Check für viele Pflicht

zufriedene_mitarbeiterDoch wie dringen die Informationen über Unternehmenswerte nach außen? Durch geglückte Personalmarketingmaßnahmen, Mitarbeiter, Bewerber und immer stärker auch online. Denn die Inhalte im sozialen Netz prägen das Image einer Marke immer deutlicher. „So ziemlich jeder, der vor dem Kauf eines neuen Autos oder Handys im Internet nach Bewertungen sucht, wird sich auf bei so etwas Wichtigem wie einem neuen Arbeitgeber im Netz informieren“, erklärt Christian Waldheim von der Gfk Austria. Facebook und Twitter sind nur zwei der vielen Kanäle für Meldungen über Betriebsklima, Arbeitszufriedenheit & Co. „Nur wenn ich weiß, wo und wie über mich im Netz als Arbeitgeber gesprochen wird, kann ich meine digitale Employer Brand auch aktiv gestelten“, so Waldheim weiter.

Wem der Chef wichtiger ist

Angelika Kofler, GfK Austria

Angelika Kofler, GfK Austria

Generell zeigt sich, dass die Anforderungen der Arbeitnehmer nicht vom Geschlecht, sehr wohl jedoch vom Alter der Arbeitnehmer abhängen. So sind etwa erwerbstätigen Teenagern die eigenen Vorgesetzten deutlich öfter wichtig (40 Prozent) als Älteren. „Sehr Junge haben ein Auge auf die Vorgesetzen, da sie kaum in einer Position sein können, selbst allzu viel zu bestimmen“, erklärt GfK-Leiterin Angelika Kofler die Ergebnisse. Auch Start-Ups finden die Jungen mehr als zehnmal so toll als der Durchschnitt. Ältere hingegen bevorzugen eher kleine Unternehmen mit gutem Ruf, zudem wünschen sie sich eher einen Bezug zum Produkt. Für Kofler ebenfalls nachvollziehbar: „Es geht in dem Alter nicht mehr darum, der Karriere Nachzuhecheln, sondern ums Optimieren der Lebensqualität und einen positiven Abschluss des Berufslebens.“

Bildnachweis: Viorel Soma / Quelle Shutterstock, Pressmaster / Quelle Shutterstock, karriere.at/ Frenner

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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