Office Spaces: Zu Besuch bei Netural – „Wir netzwerken durch die Räume, die entstehen“

von in Arbeitsleben am Montag, 17. März 2014 um 11:52

Ein Eisenbahnwaggon, der künftig zum Eingang wird, ein Büro, untergebracht in einer architektonischen Berühmtheit: das ist die Digital Media Agentur Netural in der Linzer Tabakfabrik. Aktuell 57 Mitarbeiter sind auf zwei Ebenen und rund 1000 Quadratmetern kreativ. Beim Rundgang wird der spezielle Charme des Gebäudes schnell klar – die Fotogalerie zeigt, weshalb:

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Architekturjuwel aus vergangenen Zeiten

Schon der Weg zum neuen Office von Netural ist ein besonderer: Vorbei an einem stillgelegten Eisenbahnwaggon, der später einmal zum Eingang werden soll, taucht man ein in die ehemalige Fabrikwelt. Öffnen sich die Lifttüren im 2. Stock, steht man schon mitten drin, in der modernen Kreativschmiede. „Wir haben hier ein original erhaltenes Gebäude von einem wahren Architekturgott, jedes Detail, jede Armatur und jeder Fenstergriff wurde von Peter Behrens durchdefiniert“, schwärmt Netural-Geschäftsführer Albert Ortig.

Galerie zum Durchklicken:

Plug-In als Lösung

„Die größte Herausforderung war die Frage: Wie überführt man das in eine neue Infrastrukturumgebung?“ Kein einfaches Unterfangen, bedenkt man, dass nicht eine Schraube eingebaut werden durfte. Die Lösung ist eine Plug-In Variante und zwar wurde ein komplettes Gebäude in die Räumlichkeiten gebaut. Dadurch ergeben sich viele Vorteile, die einem auf den ersten Blick nicht auffallen, jedoch angenehme Nebeneffekte mit sich bringen. Sämtliche Elektro-, Lüftungs- und Heizungsmodule verschwinden in Boden oder Decke. Durch die eingezogenen Glaswände entsteht ein zusätzlicher Außengang rund um das Büro, der als Rückzugsort bzw. Raum zum privaten Telefonieren dient. Für die besondere Atmosphäre sorgt der echte Holzboden, dieser war Ortig ein besonderes Anliegen.

Innenhof als kreativer Campus

„Für uns war klar, wir wollen in die Tabakfabrik, die andere Option wäre gewesen, ein Schiff an der Donau als Büro zu nutzen“, scherzt Ortig. Genau ein Jahr hat der Umbau gedauert, Ende Dezember ist die Crew übersiedelt. Ein weiterer Vorteil neben dem Fabriksflair ist der Innenhof der Tabakfabrik, der ein großer Campus für die am Areal arbeitenden und verweilenden Menschen ist. „Das Gelände zieht Menschen an. Es fördert den Austausch. Man kann sagen: Wir netzwerken durch die Räume, die hier entstehen“, so Netural-Strategist Ernst Demmel.

Ein Umzug im Zeitraffer:

Lichtdurchflutete Räume, der Sprungturm in Sichtweite

Die Mitarbeiter, so Ortig, haben sich von Anfang an wohl gefühlt. Im neuen Office gibt es definitiv mehr Platz für den Rückzug, für Meetings aber auch, um sich auszubreiten und Projekten Platz zu geben. Während eines Arbeitstages umrundet die Sonne das Gebäude, lichtdurchflutete Räume, das ist eine Konsequenz. Traumhafte Sonnenuntergänge am Ende eines Arbeitstages die andere. „Wir sind schon gespannt, wie viele Mitarbeiter es im Sommer in der Mittagspause ins Parkbad zieht. Aber wir behalten einander im Auge. Von der Küche sieht man direkt auf den Sprungturm“, so Demmel.

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Über Netural

„Das Schöne sehen und das Komplexe nicht spüren“ lautet das Credo der Digital Media Agentur Netural, die seit 1998 für österreichische und internationale Top-Unternehmen innovative Strategie und aufregende Projekte entwickelt. Mit Büros in Wien und Linz zählt die Agentur heute zu den erfolgreichsten österreichischen Spezialisten für Kommunikation in einer zunehmend digitalen Welt.

Bildnachweis: karriere.at/frenner, Netural/Fehkührer

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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