Office Spaces: Zu Besuch bei elements.at – „Der Serverraum im Glockenturm“

von in Arbeitsleben am Montag, 3. März 2014 um 10:08

Wow! Vermutlich keine seltene erste Reaktion beim Anblick der neuen „Herberge“ der Online-Media-Agentur elements.at. Seit Juni 2013 werken die aktuell 55 Kreativen in der Halle 6 im Salzburger Gusswerk-Areal. Dieses ist geprägt von alten Fabriken, Backsteinbauten und Fashion-Stores. Taucht man einmal ein, in die neue Welt von elements, will man gar nicht mehr weg. Fotogalerie und Video machen klar, weshalb:

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„Die Gratwanderung war es, cool aber praktikabel zu sein“

Roland Dessovic

Roland Dessovic

„Wir wollten vieles im Original lassen, den industriellen Charme erhalten. Die Gratwanderung war es, cool aber praktikabel zu sein“, schildert Roland Dessovic, einer der elements.at-Geschäftsführer. Nach nur dreimonatiger Bauzeit hat die Agentur im Juni des Vorjahres ihr mittlerweile drittes Büro seit der Gründung bezogen. Und ist angekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. „Wir haben lange nach neuen Räumlichkeiten gesucht, klassische Office-Räume wollten wir nicht mehr. Als wir hier herein gekommen sind, wussten wir sofort: Das ist es!“

Der Duft von Industrie, Eisen und vergangenen Zeiten

elements aussenSo modern die Technik innen, so geschichtsträchtig die Hallen. Früher wurden hier riesige Glocken hergestellt, das Gebäude wurde um 1895 gebaut. „Bis in die 90er Jahre wurden hier tatsächlich produziert“, so Dessovic. Dass der Zeitplan für den Umbau ein enger war, wird schnell klar. Aus einer Fabrikhalle Büroräumlichkeiten zu machen, ist schließlich nichts Alltägliches. „Die Decke war beim Einzug pechschwarz vor Ruß und musste erst einmal komplett gereinigt werden.“ Glücklicherweise. Denn zum Vorschein kam die ursprüngliche Holzdecke, die Ziegel sind ebenfalls noch original. Beim Rundgang fallen etliche kleinere aber auch große Maschinen auf, die in ihrer alten Umgebung bleiben durften. Sie verleihen den Räumen nun einen besonderen Charme – und Duft. Denn feine Nasen können ihn noch wahrnehmen, den Geruch von Industrie, Eisen und vergangenen Zeiten. Der Serverraum ist übrigens im ehemaligen Glockenturm untergebracht – wo sonst?

Geschichtsträchtige Hallen beherbergen modernste Technik

Bilder sagen ja wirklich (meist) mehr als Worte, in diesem Sinne – viel Spaß beim Durchklicken:

Helligkeit und Freiluft-Innenhof

Von der ursprünglichen Form blieb viel erhalten, um den Behörden-Auflagen aber auch dem eigenen Wohlfühlen gerecht zu werden, kam es zu einigen Adaptionen: „Für mehr Licht wurden rund 20 extra Dachfenster geschnitten, ein Atrium im Zentrum sorgt für Helligkeit und auch einen Freiluft-Innenhof. Ansonsten gibt es bei uns das Konzept des Open Office. Die Leute können sich begegnen,stehen sich aber nicht im Weg. Weder körperlich, noch akustisch. Und tatsächlich – es ist überraschend leise, die Mitarbeiteranzahl wird erst um die Mittagszeit deutlich. Dessovic: „Die 12 Meter Raumhöhe sowie die Holzdecke schlucken viel Lärm, zusätzlich haben wir mit dem Einzug auf Headset-Telefonie umgestellt.“

Und hier noch ein Video vom Umbau:

„Früher war das eine der größten Partylocations in Salzburg“

Das Büro wird, so Dessovic, extrem gut von den Mitarbeitern angenommen. Allein an der Location wird dies jedoch nicht liegen. Zu den Benefits des Arbeitgebers zählt ein finanzieller Zuschuss zum Mittagessen, ein Frühstücksservice vom Bäcker, zahlreiche Mitarbeiterevents wie der monatliche Kinoabend oder die Grillfeiern im Sommer. „Früher war das hier eine der größten Partylocations in Salzburg, das müssen wir ja erhalten“. Erhalten bleiben wird der Agentur auch die neue Location, ein weiteres Wachstum der 2002 gegründeten Firma wäre jedenfalls kein Problem: „Hier ist noch genügend Platz.“ Durch die große Fläche, die zusätzlich errichteten Galerien und nicht zuletzt ein Gleitzeitmodell wird es auch dann wohl nicht so schnell eng werden.

In der Serie Office Spaces bereits erschienen:

Designschmiede KISKA zieht Sportfans an

Wir haben den Arbeitsplatz gewechselt – Ein Blick in das neue Büro von karriere.at

Bildnachweis: elements.at

 

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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