„Mein Chef, der Idiot.“ – Dinge, die ihr im Jobinterview niemals sagen solltet

von in Bewerbung, Jobsuche am Mittwoch, 6. April 2016 um 10:20

Im Vorstellungsgespräch geht es um zwei Dinge: Herauszufinden, ob ihr für diesen Arbeitgeber arbeiten möchtet und wenn ja, euch den Job zu sichern. Mit dem falschen Sager könnt ihr euch aber ganz schnell aus dem Rennen katapultieren. Diese Dinge solltet ihr im Jobinterview so niemals sagen:

Verbale No-Gos im Vorstellungsgespräch

Welche Fragen ihr im Jobinterview stellen könnt, hängt natürlich von der Unternehmenskultur eures Wunscharbeitgebers ab und mit wem ihr es dort zu tun habt. Manche Arbeitgeber haben kein Problem mit Bewerbern, die ihre Karten offen auf den Tisch legen und Wünsche direkt ansprechen. Wie überall macht aber auch hier der Ton die Musik. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen möchtet, haltet den Ball flach – zumindest in der ersten Bewerbungsrunde.

„Mein derzeitiger Job ist die Hölle.“

Mag stimmen, über euren derzeitigen Arbeitgeber oder die verhasste Tätigkeit solltet ihr trotzdem kein schlechtes Wort verlieren. Was ihr natürlich nennen könnt, sind Jobwechselgründe wie fehlende Karriereperspektiven oder Gehalt, das eurer Leistung nicht angemessen ist. Vielleicht stimmen auch eure Werte mit der Unternehmenskultur eures derzeitigen Arbeitgebers nicht mehr überein oder fixe Arbeitszeiten erschweren euch das Leben als Elternteil, der Kinderbetreuungspflichten zu erledigen hat. Der Grat zwischen Ehrlichkeit und übler Nachrede ist schmal – bleibt so diplomatisch wie möglich.

„Wann sind eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung drin?“

Das könnt ihr eleganter! Erzählt dem Recruiter, dass ihr auf der Suche nach einer langfristigen Anstellung bei einem Arbeitgeber seid und gerne wissen möchtet, welche Karrieremöglichkeiten langfristig für euch drin wären.

„Sorry, ich habe den Bus verpasst.“

Zum eigenen Bewerbungsgespräch zu spät kommen, das sollte keinesfalls passieren. Falls ihr trotz eingeplanter Pufferzeit eine Verspätung nicht vermeiden könnt, gebt so schnell wie möglich Bescheid – noch während ihr unterwegs seid. Seid ihr erst einmal (zu spät) angekommen, reißt euch kaum eine Begründung mehr heraus.

„Könnte ich noch extra Urlaub oder Zeitausgleich haben?“

Urlaub und die Vergütung von Überstunden sind euer gutes Recht, im Bewerbungsprozess solltet ihr die Frage nach extra Freizeit allerdings nicht vorschnell stellen.

„Wie lange wird das hier jetzt dauern?“

Vielleicht rechnet ihr mit einem Jobinterview, das rund 30 Minuten dauert – plötzlich wird daraus eine gute Stunde mit anschließendem Rundgang durch das Unternehmen. Nehmt euch nach dem Vorstellungsgespräch deshalb nichts Dringendes vor und plant genügend Zeit für den Termin ein. Die unmittelbare Frage nach der Dauer könnten Personalchefs vielleicht in den falschen Hals bekommen. Müsst ihr ein Gespräch trotz vollem Terminkalender unterbringen, könnt ihr jedoch bei der Terminvereinbarung fragen, wie viel Zeit ihr für das Jobinterview ungefähr einplanen sollt – das ist euer gutes Recht.

„Ich gehe da schnell mal ran.“

Blöd, wenn man vergisst, vor dem Vorstellungsgespräch das Smartphone auf lautlos zu stellen oder überhaupt auszuschalten. Richtig blöd wird’s aber, wenn Bewerber dann auch noch abheben. Klingt unwahrscheinlich, kommt in der Praxis aber tatsächlich vor. Dass der Personalverantwortliche das Gespräch für ein Telefonat unterbricht, sollte natürlich auch nicht sein.

„Ich arbeite am liebsten alleine.“

Wenn ihr euch nicht gerade für einen Job in absoluter Einsamkeit bewerbt, solltet ihr eure Abneigung gegen die Zusammenarbeit mit anderen Personen nicht im Jobinterview thematisieren. Auch nicht ideal: Gleich im Vorstellungsgespräch nach einem Einzelbüro fragen. Seid ihr introvertiert, könnt ihr euren Gesprächspartner aber darauf aufmerksam machen, dass ihr im täglichen Arbeitsalltag auch Rückzugsmöglichkeiten benötigt.

Bildnachweis: AlenD/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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