Neues Jahr, neuer Job! – Tipps für das nächste Bewerbungsgespräch

von in Bewerbung, Jobsuche am Donnerstag, 2. Januar 2014 um 11:57

2013 ist abgehakt, das neue Jahr kann endlich starten! Mit im Gepäck haben die meisten von uns eine große Portion an Motivation und vielleicht auch der eine oder die andere bald einen neuen Job – vorausgesetzt das Bewerbungsgespräch ist ein Erfolg. Drei Tipps – drei Beispiele.

Eine Gastkolumne von Sandra Gortva

Informieren und Job kassieren

Man mag es ja kaum glauben, aber es gibt wirklich Leute, die völlig unvorbereitet zu einem Bewerbungsgespräch gehen. Auf gut Glück sozusagen. So ein „Glückskind“ ist zum Beispiel Natalie. Vom Alter her als jüngeres Semester zu beschreiben, geht sie völlig unbeschwert in ihr Vorstellungsgespräch. „Klappt es hier nicht, dann probier‘ ich es einfach woanders“ ist ihr Motto. Einerseits könnte diese Art von Unbeschwertheit im Jobinterview ein Vorteil sein, da Natalie unverkrampft ihrem Gesprächspartner gegenüber tritt. Andererseits könnte ihr fehlende Recherche über den Betrieb selbst schnell als mangelndes Interesse ausgelegt werden.

Tipp Nummer 1: Authentizität und Gelassenheit ist nicht alles – informieren Sie sich im Vorfeld ausreichend über das Unternehmen. Das vermittelt den Eindruck, dass es Ihnen nicht gleichgültig ist, wo und welchen Job Sie machen wollen und Sie kein wirkliches Interesse am konkreten Arbeitgeber und letztendlich auch am Arbeitsplatz haben.

Klappt es mit den Nerven – klappt es auch mit dem Job

Unser nächster Kandidat für einen neuen Job ist Andreas. Er ist Ende 40 und zählt sich langsam aber sicher zum „alten Eisen“. Er will die neue Stelle um alles in der Welt, er würde so ziemlich alles dafür tun. Vor lauter Wollen ist er aber letztendlich dermaßen angespannt, dass er verschwitzt und mit den Nerven völlig am Ende bei dem Bewerbungsgespräch erscheint. Es fehlt ihm die nötige Lockerheit um sich und seine Stärken optimal präsentieren zu können.

Tipp Nummer 2: Werden Sie leicht nervös und unsicher? Dann empfiehlt es sich, eine mögliche Bewerbungssituation mehrmals nachzuspielen. Gehen Sie typische Bewerbungsfragen mit einem Zweiten durch und denken Sie zu guter letzt auch an einen möglichen „Plan B“, falls es mit diesem Job doch nicht klappen sollte. Mit einer Alternative und Zuversicht in der Tasche geht man viel lockerer ins Gespräch und kann so besser bei seinem Gegenüber punkten.

Eine Bereicherung fürs Unternehmen sein

Karina, 32 Jahre alt, hat gerade Ihr Bewerbungsgespräch hinter sich gebracht. Eigentlich ist es ziemlich gut gelaufen bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie nach ihren beruflichen Stärken gefragt wurde. Stärken, die das Unternehmen bereichern würden. Sie zählte die typischen Pluspunkte auf wie: Teamgeist, Wissensdrang … und dann ging es los, das große Rattern. Neugierde ist ihr zuletzt noch eingefallen, aber das alles stellte ihr Gegenüber nicht zufrieden. Sie hatte keinen blassen Schimmer, was sie konkret beitragen könnte.

Tipp Nummer 3: Überlegen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch, was das Unternehmen im Speziellen sucht, welche Anforderungen es an sein Personal stellt. Gehen Sie dann in sich und überlegen Sie sich, was Ihre Interessen und Ihre Motivation, diesen Job zu machen, sind. Wenn Sie genauer darüber nachdenken, werden Sie bestimmt eine Menge an positiven Eigenschaften an Ihnen entdecken, die über Teamgeist und Lernbereitschaft hinaus gehen und vor allem konkreter ausformuliert sind. Wie wäre es zum Beispiel mit geschickter Feinmotorik, ausgezeichnetem Gedächtnis, Spaß an Zahlen oder einen Blick fürs Wesentliche zu haben? Je nach Job – vieles ist möglich! Trauen Sie sich, zu Ihnen und hinter Ihren Stärken zu stehen – in angemessenem Rahmen selbstverständlich.

Auf alle Fälle wünsche ich allen LeserInnen einen erfolgreichen Start ins neue Jahr und all jenen, die sich bald in einem Bewerbungsgespräch wiederfinden: ganz viel Glück und gute Nerven!

Über die Autorin:

Man könnte mich als Globetrotterin der Arbeitswelt bezeichnen. Die verschiedensten Wege bin ich bereits gegangen und unterschiedlichste Jobs sowie Job-Positionen haben meine berufliche Reise geprägt. Manch einer wird sich deswegen bestimmt in der einen oder anderen Geschichte wiederfinden. Wenn nicht, dann vielleicht zumindest den einen oder anderen Tipp und Trick für seinen Weg mitnehmen können. Die Welt der Arbeit mal von verschiedenen Seiten beleuchtet. Mittendrin und voll dabei lautet bei mir das Motto (auch in meinem Blog: santown’s blog). Viel Spaß beim Eintauchen in die Arbeitswelt der Frau S.!
Redaktion

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