Networking: Tipps für Events in der Weihnachtszeit

von in Arbeitsleben am Montag, 14. November 2016 um 11:37

Die nahende Weihnachtszeit bedeutet vor allem auch eines: jede Menge Einladungen zu Events. Neben Essen, Glühwein und Keksen bieten Weihnachtsfeier & Co. außerdem Gelegenheit, um neue Kontakte zu knüpfen, etwas Selbstmarketing zu betreiben und die Karriere anzukurbeln. Mit Networking-Experte Michael Mayer haben wir uns bereits an dieser Stelle über richtiges Netzwerken unterhalten. Auch für die Weihnachtszeit hat er Tipps parat.

Die Weihnachtsfeier ist in manchen Unternehmen die einzige Gelegenheit im Jahr, bei der alle Abteilungen zusammenkommen. Viele bekannte Gesichter von Personen, die man aber nicht wirklich kennt. Bei manchen Arbeitgebern steht einfach Party auf dem Programm, in großen Unternehmen ist die Weihnachtsfeier vielleicht etwas mehr „business-like“. Laut Michael Mayer, Nationaldirektor des Business Network International (BNI) Österreich & Deutschland, werden Weihnachtsfeiern viel zu selten dazu genutzt, das persönliche Netzwerk zu erweitern und sich den Arbeitsalltag das ganze Jahr über angenehmer zu gestalten. Ziel des Networkings laut Mayer: „Für andere einen Mehrwert erbringen. Man bietet eine gute Unterhaltungen, gute Kontakte oder Leistungen – um später davon zu profitieren. Kontakte knüpft man, um Beziehungen aufzubauen, von denen auch der andere etwas hat. Der Leitsatz lautet: Wer gibt, gewinnt.“

Strategien für Networking in der Weihnachtszeit

  • Netzwerken als Kontaktsport
    Die Sitzordnung ist laut Michael Mayer erster Ansatzpunkt für gutes Networking: Wer immer bei denselben Leuten – meist aus der eigenen Abteilung – sitzt, tut sich beim Kennenlernen neuer Gesichter schwer. Kennt man bereits einen Kollegen aus einer anderen Abteilung, sollte man das ausnutzen und sich den anderen vorstellen lassen. Gemeinsame Bekannte erleichtern das gegenseitige Kennenlernen enorm. Zu zweit oder zu dritt fällt der erste Schritt immer leichter. Netzwerken als Kontaktsport – das bedeutet: aktiv auf andere zugehen.
  • Nicht mit der Tür ins Haus fallen
    Lockere Gesprächsthemen hinterlassen einen guten Eindruck, zu viel Businesstalk ist bei der Weihnachtsfeier fehl am Platz. Absolutes No-Go: Den Chef oder die Vorgesetzte auf Themen wie eine Gehaltserhöhung, Beförderung oder Karrierewünsche ansprechen. Zuerst Geben, statt Nehmen lautet laut Michael Mayer das Credo: Bleiben Sie entspannt, gehen Sie auf andere zu und interessieren Sie sich für Ihr Gegenüber. Denn wer zu verbissen an die Karriere denkt, strahlt das auch aus.“
  • Professionell bleiben
    Der Klassiker: Ordentlich Mut antrinken und danach über brisante Themen plaudern. Im schlimmsten Fall direkt mit dem Chef. Oder: Ausreichend „eing’spritzt“ endlich bei der Herzensdame aus der anderen Abteilung punkten wollen. Die Weihnachtsfeier eignet sich nicht nur wunderbar für entspanntes Networking, sondern auch dafür, jegliche Reputation zu verlieren.
  • Unkonventionell sein
    Der Weg zur Weihnachtsfeier hat länger gedauert – der Schneefall. Aber das Essen ist ausgezeichnet. Typische Smalltalkthemen für Gespräche mit Leuten, die man noch nicht kennt. Das funktioniert natürlich, macht aber jeder. Der Networking-Experte rät zu spannenderen Ansätzen und ungewöhnlichen Fragen. Offene W-Fragen verhelfen zu spannenden Gesprächen: Welche Projekte möchten Sie im nächsten Jahr umsetzen? Was waren die drei besten beruflichen Momente in diesem Jahr?
  • Authentisch bleiben
    Der wichtigste Tipp zum Schluss: Authentisch bleiben und sich nicht verstellen. Niemand muss eine Showeinlage liefern, wenn er eigentlich zurückhaltend ist. Die Weihnachtsfeier ist auch nicht der richtige Ort, um allen anderen zu zeigen, wie großartig oder erfolgreich man ist. Wer nur beruflichen Erfolg im Auge behält, wird von der relaxten Feieratmosphäre auch nicht viel mitbekommen. Mayer: „Sich selbst treu bleiben, das entspannt und sorgt für einen Abend, den man genießen kann. Ehrliches Interesse am Gegenüber währt länger und nachhaltiger.“

Bildnachweis: rawpixel.com/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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