Nachhaltigkeit in Unternehmen? Nachholbedarf!

von in HR am Dienstag, 4. September 2012 um 10:31

Wie steht es um Österreichs Unternehmen und Nachhaltigkeit? Und wie sieht die Bevölkerung diese Bemühungen? Um Fragen wie diese zu beantworten, gab Henkel CEE eine Studie in Auftrag, die Ergebnisse wurden nun präsentiert. Unter anderem zeigte sich, dass die heimischen Unternehmen wahrlich keine Superstars sind, wenn es um die glaubwürdige Kommunikation der „grünen“ Bemühungen geht. Wie die Integral-Studie weiter zeigt, kann jeder dritte Österreicher mit dem Begriff der Nachhaltigkeit spontan wenig anfangen.

Transparenz schafft Vertrauen – gerade beim Thema Nachhaltigkeit

28 Prozent der befragten Konsumenten stehen, so die Studie, den Nachhaltigkeitsbemühungen von österreichischen Unternehmen sehr kritisch gegenüber, mehr als die Hälfte der Österreicher ist weiters skeptisch, ob der von Firmen erklärte Schutz von Mensch und Umwelt auch tatsächlich so gegeben ist. „Unternehmen müssen daher das Thema Nachhaltigkeit sehr transparent kommunizieren“, erklärt Paul Vetter, General Manager von Henkel CEE (Central Eastern Europe). Wie im Vorspann erwähnt, klingelt es beim Begriff „Nachhaltigkeit“ nur bei zwei Dritteln der Österreicher. Der Rest hingegen kann mit dem Begriff wenig anfangen. Wenn es darum geht, was die Österreicher persönlich für mehr Nachhaltigkeit tun, wurden am häufigsten Energie sparen sowie der Kauf von Prudukten aus der Region genannt.

Qualität und Preis-Leistung

Generell ist den Konsumenten beim Kauf von Markenartikeln die Qualität mit 59 Prozent am wichtigsten, ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis folgt auf Platz zwei mit 34 Prozent. Wie und wo ein Produkt hergestellt wird, ist hingegen nur 19 Prozent der Österreicher wichtig. „Dieses Ergebnis darf nicht fehlinterpretiert werden. Gestützt abgefragt kommen nämlich Nachhaltigkeitsaspekte, wie der faire Umgang mit Mitarbeitern oder das Einhalten ethischer Grundsätze mit Schulnoten von 1,3 und 1,5 auf absolute Bestwerte“, kommentiert Vetter.

Ressourcen auf ein Drittel reduzieren

Den eigenen Ressourcenverbrauch will Henkel CEE im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie bis zum Jahr 2030 auf ein Drittel reduzieren. In einer ersten Etappe soll die Ressourceneffizienz bis 2015 um 30 Prozent verbessert werden. „Dass unsere Ambitionen ernst zu nehmen sind, haben wir in der Vergangenheit immer wieder bewiesen – nachzulesen in den Nachhaltigkeitsberichten, die seit 1992 veröffentlicht werden“, so der General Manager. Im Werk in Wien etwa, wo Produkte für Österreich und Osteuropa hergestellt werden, konnte der Energieverbrauch in den vergangenen sechs Jahren um 35 Prozent, der CO2-Ausstoß umd 34 Prozent und der Wasserverbrauch um 45 Prozent pro Tonne Wasch- oder Reinigungsmittel gesenkt werden.

Weiterführende Links zum Thema:

Nachhaltigkeit.at

Green Jobs

Bildnachweis: Colourbox

 

 

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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