Motivation ist Chefsache – aber wissen das die Chefs?

von in Arbeitsleben, HR am Donnerstag, 28. Februar 2013 um 11:44

Wer engagiert ist, leistet mehr. Dieses Wissen ist natürlich auch für Unternehmen Gold wert. Aus der Sicht von beiden, Unternehmen und Mitarbeitern, ist jedoch bedenklich, dass nur 29 Prozent der Mitarbeiter sich selbst als engagiert bezeichnen. Doch was schafft engagierte Mitarbeiter? Geld, schicke Büros und jede Menge gratis Benefits? Nicht unbedingt und vor allem nicht an erster Stelle. Denn wie eine aktuelle Studie zeigt, ist ausgerechnet eine gute Beziehung zum Vorgesetzten einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren.

Der empathische Manager

Um herauszufinden, was Mitarbeiter wirklich motiviert, wurden für die Studie von MSW Research und Dale Carnegie Training 1500 Mitarbeiter befragt. Und siehe da: Als wichtigste Faktoren wurden die Beziehung zum Vorgesetzten, Vertrauen in das Top Management und die Identifikation mit dem Unternehmen genannt. Vor allem die persönliche Beziehung zum Vorgesetzten ist, so die Studienautoren, ausschlaggebend. Ein „empathischer“ Manager interessiert sich demnach für das Leben der Mitarbeiter, für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit. Er zeigt Mitgefühl und schafft es, eine starke Bindung zu den Menschen in seinem Team aufzubauen.

Die Spirale zum Erfolg

Schafft ein Manager also all dies, so entsteht eine Atmosphäre des Engagements, in welcher die Mitarbeiter außergewöhnliche Leistungen erbringen – aus freien Stücken und vor allem mit voller Begeisterung. Und dies ist, bedenkt man, dass Mitarbeiter die größte Ausgabe eines Unternehmens sind, auch die größte Chance für Erfolg am Markt. Denn engagierte Mitarbeier schaffen begeisterte Kunden, diese führen zu steigenden Verkaufszahlen und Gewinnen, was wiederum den Unternehmenswert anhebt. Alles klar? Übrigens: Der gesunde Nährboden für nachhaltiges Engagement ist eine gute Kommunikation auf gleichen aber auch zwischen den verschiedenen Hierarchieebenen. Nur so kann, so die Studienautoren, ein positives Arbeitsumfeld geschaffen werden. Wichtig ist es zudem, dass gemeinsam mit den Mitarbeitern eine klare berufliche Entwicklung erarbeitet wird und Ziele mit Wachstumspotenzial gesetzt werden. Wertschätzung, Vertrauen, Verantwortung, Lob und Lohn für gute Arbeit erzeugen jene involvierten Mitarbeiter, die gebraucht werden. Und involvierte, begeisterte Mitarbeiter bleiben eher im Unternehmen – gerade in Hinblick auf die steigende Fluktuationsrate einen wesentlichen Faktor darstellt.

Money, Money, Money

Geld ist übrigens bei weitem nicht der bedeutendste Motivationsfaktor, es gibt jedoch einige zusätzliche Faktoren, die ebenfalls Einfluss auf das Engagement von Mitarbeitern haben. Und diese haben sehr wohl etwas mit dem Einkommen zu tun und sollen an dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Also, etwas mehr engagiert sind laut der Studie: Senior Manager, Mitarbeiter von großen Unternehmen (zahlen mehr), jene mit 50.000 Dollar und mehr Verdienst, Personen unter 30 oder über 50 Jahre sowie jene mit einer Hochschulbildung.

 

Bildnachweis: Raywoo / Quelle Shutterstock, Eugene Sergeev / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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