Money, Money, Money – wie viel Glück wirklich kostet

von in Gehalt am Donnerstag, 9. September 2010 um 09:24

Geld macht nicht immer glücklichEin schickes Häuschen im Grünen, den Sportwagen in der Garage, Sonne, Strand und Meer im 5* Deluxe Hotel – klingt nach unbeschwertem Glück. Und nach viel Geld. Aber wie viel Nettoeinkommen braucht man denn nun eigentlich zum glücklich sein? Reichen 100.000 Euro, braucht es 1 Million oder noch etwas mehr, damit die Glückshormone tanzen?

Es ist weniger, fanden jetzt zwei US (Glücks)Forscher von der Universität Princeton in einer Reichtum-Studie über ‚Income Happiness‘ heraus. Bis 60.000 Euro Jahresnettoeinkommen macht Sie jeder zusätzliche Cent ein bisschen glücklicher. Wohlstand fühlt sich schließlich gut an. Wer aber noch mehr Geld verdienen will, muss im Normalfall so viel dafür arbeiten, dass das private Glück darunter leidet. Neben dem schnöden Mammon zählen ja schließlich auch noch andere Werte, oder? Schließlich kann man mit Geld nicht alles kaufen. Zeit zum Beispiel. Oder Gesundheit.

Die Antwort auf die Frage, ob Geld glücklich macht, ist per se Definitionssache. Wird Glück als Zufriedenheit mit dem eigenen Leben definiert, dann macht Geld glücklich. Bezieht man das emotionale Wohlbefinden mit ein, erreicht das Zusammenspiel von Geld und Glück schnell seine Grenzen.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 450.000 Fragebögen ausgewertet. Die Teilnehmer stuften dabei ihr Leben auf einer Skala von 0 bis 10 ­ von dem „denkbar schlechtesten“ bis zum „denkbar besten“ Leben ein. Zusätzlich wollten die Forscher auch wissen, wie es um das emotionale Wohlbefinden der Menschen bestellt ist. Darunter verstehen sie die täglichen Erfahrungen und Emotionen – also wie häufig und wie stark Freude, Traurigkeit, Ärger und andere Gefühle erlebt werden.

Geld kauft zwar Lebenszufriedenheit, aber kein Glück, so das Studienergebnis. Es ist nicht so, dass sich Menschen nicht darüber freuen würden, wenn ihr Nettoeinkommen von 60.000 auf 100.000 Euro ansteigt (in unserem Brutto-Netto Rechner können Sie übrigens überprüfen, wie stark Sie Ihr Bruttogehalt dafür steigern müssten). Viel mehr zeigt sich in den Studienergebnissen, dass das emotionale Wohlbefinden auch durch andere Faktoren beeinflusst wird. Bei armen Menschen stellten die Forscher übrigens fest, dass mit wenig Geld schlechte Erfahrungen noch intensiver als negativ empfunden werden.

Bildnachweis: coresince84 / Quelle Photocase

David Kitzmüller

David Kitzmüller ist Marketing-Teamleiter bei karriere.at. Zwischen Werbekampagnen und Performance-Analysen schreibt er in seinen Blogposts über Trends und neueste Entwicklungen in der Webwelt.

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