Mobile-Recruiting-Studie 2013: Das sind die drei größten Unternehmens-Fails

von in HR, Social am Montag, 25. März 2013 um 11:27

Recruiting wird mobil. Zumindest seitens der Nutzer. Wie die atenta Mobile Recruiting Studie 2013 zeigt, suchen bereits 14 Prozent der mobilen Google-Nutzer in Deutschland nach Stellenangeboten – Tendenz stark steigend. Auf der anderen Seite sind 93 Prozent der Karrierewebseiten nicht mobil-optimiert, rund sieben Prozent der untersuchten Webseiten zudem erst gar nicht über mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet erreichbar. Damit der Mobile Recruiting-Zug nicht ohne einen abfährt, sollte spätestens jetzt das Ticket gelöst werden. Denn Mobile Recruiting ist genau so wie Social Recruiting ein Megatrend, auf den HR-Verantwortliche zeitnahe reagieren sollten.

Fail # 1: Unternehmen schießen sich selbst ins Aus

Die mobile Internetznutzung ist eine nicht mehr aufhaltbare bzw. ignorierbare Größe. 58 Prozent der Deutschen etwa nutzten ihr Handy im Vorjahr für den mobilen Internetzugang, die künftige Entwicklung ist mehr als nur zu erahnen. Je mehr Personen mit mobilen Endgeräten ausgestattet sind, desto weniger nötig und üblich wird es, sich zum Surfen vor einen Desktop-PC zu setzen. Auch auf den Arbeitsmarkt bzw. das Recruting ergeben sich daraus freilich Auswirkungen. Ein Unternehmen mit schlechter oder nicht vorhandener Karrierewebseite riskiert, sich selbst bei einem Teil der potenziellen Bewerber ins Aus zu schießen.

Fail # 2: Keine Lesbarkeit, Navigation und Übersicht

Umso erschreckender die Ergebnisse der Studie, für die Unternehmen der Börsensegmente DAX, TecDax, M-Dax und S-Dax analysiert wurden. Wie eingangs erwähnt, waren sieben Prozent der untersuchten Karriereseiten auf Mobile überhaupt nicht abrufbar, doch wie ist es um die Nutzung der weiteren 93 Prozent bestellt? Sind die Seiten mobil-optimiert? Zum Großteil nicht, so das Fazit der Studienautoren. Denn geht es um Fragen der Lesbarkeit, Navigation oder Übersicht zeigt sich, dass nur sieben Prozent der 160 untersuchten Karrierewebseiten mobil-optimiert waren. Die Karrierewebseiten börsennotierter deutscher Unternehmen sind demnach mobil nur schlecht oder eingeschränkt nutzbar. Funktioniert zudem der zentrale Kern, die Stellensuche, nicht einwandfrei, werden sich Bewerber rasch von der Seite (und womöglich auch dem Unternehmen) verabschieden.

Fail # 3: Nicht mobile ready

Die häufigsten Probleme bei der Mobilfähigkeit haben schwerfällige, auf komplexen Systemen basierende Seiten, die zudem schwer zu konfigurieren sind. Hier wäre es sinnvoll, den Karrierebereich aus der Unternehmensseite zu lösen und eine zeitgemäße Alternative zu finden. Grundsätzlich, so das Fazit der Digitalagentur, sind viele der Content- und Bewerbermanagement-Systeme am Markt nicht mehr zeitgemäß und lassen sich generell schlecht an die Anforderungen des mobilen Webs anpassen. Zudem: Flash-Elemente sind technisch überholt, werden von Apple (!) nicht unterstützt und führen auch bei anderen Betriebssystemen zu Problemen.

 

Weniger gut ...

... viel besser

... viel besser

 

Mobile Webnutzer werden einen Anblick wie jenen links wohl gut kennen.

Mobiloptimierung bedeutet, dass den Nutzer eine optimale Ansicht erwartet und eine bequeme Nutzung möglich ist. Der Vergleich zwischen links und rechts spricht für sich.

 

 

 

Die gesamte Studie und auch weitere Tipps für Unternehmen gibt es gratis zum Download.

Bildnachweis: Vladyslav Starozhylov / Quelle Shutterstock, atenta

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren