Wie Mitarbeiter zu Unternehmern werden

von in Arbeitsmarkt, HR am Freitag, 30. Mai 2014 um 10:00

Sie ist die wichtigste Frage für alle Führungskräfte: Wie motiviere ich meine Mitarbeiter? Theorien gibt es viele und in den meisten steckt wohl auch ein Funke oder gar eine ganze Flamme Wahrheit. Wie eine aktuelle Regus-Studie zeigt, wird vor allem ein Bereich, das unternehmerische Denken bei den Mitarbeitern, immer wichtiger.

Win-Win-Situation

Dass Mitarbeiter sich so verhalten, als seien sie selbst Unternehmer, macht durchaus Sinn – und zwar für beide Seiten: Mitarbeiter und Arbeitgeber. Denn „Intrapreneurship“ bringt unter anderem mehr Verantwortungsbewusstsein, die aktive Mitgestaltung des Unternehmens aber auch eigenverantwortliches Handeln mit sich. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten, da Arbeitnehmer, die an der Gestaltung ihrer Firma aktiv teilnehmen, nicht nur motivierter sind, sondern auch eine stärkere Bindung zu ihrem Arbeitgeber aufbauen.

Was fördert das Unternehmertum im Unternehmen?

19.000 Geschäftsinhaber und Führungskräfte in 98 Ländern wurden befragt, welche Maßnahmen gesetzt werden können bzw. gesetzt wurden, um unternehmerisches Denken bei den Angestellten zu fördern. Hier die wichtigsten Punkte der Österreich-Auswertung:

  • Networking IntranetWeiterbildung: Zu den ersten und wohl bedeutendsten Punkten, die von den heimischen Unternehmen bereits in Angriff genommen wurden, zählen Weiterbildungsprogramme für Mitarbeiter. 40 Prozent gaben diese als fördernd für das Unternehmertum an.
  • Heterogene Teams: Mehr als die Hälfte der Unternehmen gab an, heterogene Teams zu bilden, deren Mitarbeiter über unterschiedliche Funktionen und Fähigkeiten verfügen.
  • Flache Hierarchie: Eine flache Hierarchie bzw. der leichte Austausch mit der Geschäftsleitung soll bereits in 30 Prozent der Fälle für unternehmerisches Denken und Handeln sorgen.
  • Networking: Ein firmeneigenes Intranet zum Netzwerken wird von 27 Prozent der Befragten als treibender Faktor für Innovationen gesehen.

Aufbruchsstimmung und die Rolle der Frau

So weit zu den fördernden Faktoren. Ebenso spannend sind folgende Detailergebnisse der Studie:

  • Mut UnternehmertumMännliche Domäne: Interessant und aufrüttelnd zugleich ist die Tatsache, dass nur zwölf Prozent der Befragten der Meinung sind, dass Intrapreneurship unter Frauen steigt.
  • Es braucht mehr Mut: Trotz all der vorhin aufgezählten bereits umgesetzten Bemühungen, sagen nur fünf Prozent der Befragten, dass ihre Mitarbeiter öfters von sich aus neue Projekte anstoßen.
  • Aufbruchsstimmung: Dennoch gab die große Mehrheit (80 Prozent) an, in den vergangenen fünf Jahren ein steigendes unternehmerisches Denken und Handeln unter den Mitarbeitern beobachtet zu haben.

„Unternehmen tun gut daran, die Innovationskraft ihrer eigenen Mitarbeiter zu unterstützen. Hilfe bietet flexibles Arbeiten. Es fördert nicht nur eine bessere Work-Life-Balance, sondern auch den Austausch unter Angestellten – über verschiedene Funktionen und Abteilungen hinweg. So können sie stets ihre Perspektive und ihren Erfahrungsschatz erweitern und neue Entwicklungen innerhalb des Unternehmens voranbringen“, kommentiert Alisa Kapic von Regus Austria die Studie.

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Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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