So machen Chefs Mitarbeiter glücklich

von in Arbeitsleben, HR am Mittwoch, 2. April 2014 um 10:26

Mehr Geld und ein schicker Dienstwagen oder doch die freie Zeiteinteilung? Was macht uns Arbeitnehmer glücklich und – fast noch wichtiger – was unglücklich? Die wesentliche Rolle des Chefs sowie weitere spannende Fakten zum Thema Glück im Job liefert OfficeTeam. Hier die Ergebnisse:

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Kurz Zeit für einen kleinen Selbstversuch?

Ein kleiner Selbstversuch: Vor dem Weiterlesen kurz innehalten und sich überlegen, was die ganz persönlichen und gerne auch geheimen Top-Drei-Glücksbringer im Job sind. Überrascht? Die Ergebnisse der 200 von OfficeTeam befragten Fachkräfte jedenfalls sprechen eine deutliche Sprache.

  • Platz 1: Für fast ein Viertel der Befragten (23 Prozent) ist ein gutes Einkommen die wichtigste Glücksquelle im Job. Ein ernüchterndes Ergebnis wenn man bedenkt, wie viele Arbeitnehmer mit ihrem Gehalt unzufrieden sind.
  • Platz 2: Knapp aber doch hinter dem Einkommen liegen die interessanten Aufgaben und Arbeitsinhalte und zwar mit 22 Prozent. Hier spiegelt sich wider, was viele bereits für sich erkannt haben: Geld ist nicht das Wichtigste an der Arbeit. Es geht für diese Befragten vor allem um Selbstverwirklichung und Erfüllung sowie die Tatsache, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.
  • Platz 3: Ein fairer Chef sowie eine Work-Life-Balance, die Beruf und Familienleben gleichermaßen erlaubt, teilen sich mit je 16 Prozent den dritten Rang.

Überschätzte Bereiche

Unwichtig Zufriedenheit im JobDie wesentlichen Punkte für die Zufriedenheit im Job liegen nahe beisammen und entsprechen sehr deutlich den aktuell diskutierten Anforderungen an die Arbeit. Die persönliche Ebene – auch das Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie – zeigt sich hier sehr deutlich. Hier müssen Arbeitgeber ansetzen, um langfristig zufriedene Mitarbeiter zu erhalten und – es steckt schon im Wort – auch zu halten. Spannend sind aber auch jene Bereiche, die von den Arbeitnehmern als am unwichtigsten für die eigene Zufriedenheit eingeschätzt wurden: Diese sind:

  • Zusatzleistungen: 31 Prozent schätzen diese als unwichtig ein.
  • Entwicklungsmöglichkeiten: Für 22 Prozent der Befragten sind sie nicht maßgeblich.
  • Angenehme Unternehmenskultur: Für 16 Prozent liegt diese auf dem letzten Platz der Zufriedenheitsfaktoren.

Die Führungskräfte in der Pflicht

Fuehrungskraft in PflichtSo viel zum Glück. Was ist aber mit dem Unglück bzw. der Unzufriedenheit? Auch hier wurde nachgefragt. Vorweg: Wie sich zeigt, sind die Führungskräfte hier eindeutig in der Position, über die Zufriedenheit der Mitarbeiter entscheiden zu können. Denn die wichtigsten Gründe für Unzufriedenheit im Job sind: Negative Stimmung im Betrieb (31 Prozent), mangelnde Wertschätzung vom Chef (28 Prozent) sowie ungenügende Kommunikation (27 Prozent).

Was sich Mitarbeiter wünschen

Führungskräfte, so das Fazit, können sehr viel zum Glück ihrer Mitarbeiter beitragen. Explizit danach gefragt ergeben sich folgende Wünsche:

  • 95 Prozent der Befragten wünschen sich, dass ihr Chef sich fair verhält und klar kommuniziert.
  • 93 Prozent legen Wert darauf, dass der Vorgesetzte ein positives Arbeits- und Teamklima fördert.
  • 91 Prozent wünschen sich Anerkennung von guten Leistungen.

Chef Desinteresse an MitarbeiternSo viel zu den Wünschen, die mit jeweils über 90 Prozent Zustimmung sehr deutlich ausfallen. Die Realität, und das wissen viele Arbeitnehmer, sieht jedoch oft anders aus. Nicht einmal die Hälfte (41 Prozent) der Befragten gab etwa an, dass ihr Chef Interesse an den Mitarbeitern zeige. Fairness und Offenheit gegenüber neuen Ideen – hier denken wir wieder an die Selbstverwirklichung – attestieren nur 35 Prozent ihren Chefs. Für ein angenehmes Miteinander sorgt laut Befragung nur jeder dritte Boss (34 Prozent). Bedenklich: Ein knappes Viertel der Befragten gab an, dass der eigene Chef nichts unternehme, um Mitarbeiter glücklicher zu machen.

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Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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