Mehr IT-Jobs denn je: Die Gewinner und Verlierer 2012

von in Arbeitsmarkt am Mittwoch, 13. Februar 2013 um 11:26

Noch nie seit 2003 gab es in Österreich ein derart großes Jobangebot für IT-Fachkräfte wie im abgelaufenen Jahr 2012. Wie der aktuelle it-indikator zeigt, stieg die Zahl der ausgeschriebenen Jobs im Vergleich zum Jahr davor noch einmal um 15 Prozent. Rückblickend kann man sagen, dass sich 2012 als „Jahr der SAP-ler“ entpuppt hat. Im Vergleich zu 2011 stiegen die Ausschreibungen noch einmal um 15 Prozent. Deutlich über dem Marktwert gewachsen sind unter anderem Netzwerk-Spezialisten und Datenbank-Manager.

668 Jobangebote mehr

Doch nun zu den Ergebnissen des All-Time-High-Jahres im Detail. SAP-ler haben, wie die Grafik zeigt, im Vergleich zu 2011 um nicht weniger als 668 Jobangebote dazugewonnen – dies entspricht einem Plus von 43 (!) Prozent. Somit ist SAP eindeutig der Aufsteiger des Jahres 2012. Das Angebot für Netzwerk-Spezialisten ist ebenfalls deutlich über dem Marktschnitt von 15 Prozent gewachsen – und zwar auf stolze 27 Prozent mehr ausgeschriebene Stellen.

Vertrieb und IT-Organisation im Minus

Auch Datenbanken (25 Prozent), Projektmanager (22 Prozent), Support-Personal (20 Prozent) und IT-Leiter (19 Prozent) wurden 2012 vermehrt gesucht. Wo Gewinner da auch Verlierer – langsamer als der Markt gewachsen sind die Bereiche Programmierung und Systembetreuung. Gegen den Markttrend hat sich die Zahl der Stellenausschreibungen für zwei Bereiche sogar reduziert: den Vertrieb (acht Prozent weniger Stellen) und den IT-Organisator (minus 28 Prozent).

Kein zusätzlicher Umsatz

„Die Unternehmen haben erkannt, dass in vielen Bereichen einfach die Nachfrage nicht ausreichend vorhanden ist – und eine Verstärkung des Vertriebs keinen zusätzlichen Umsatz bringt“, erklärt Personalberater und it-indikator-Herausgeber Markus Baldauf den anhaltenden Sinkflug des Vertriebs.

 

Bildnachweis: Sergey Nivens / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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