Karriere-Turbo Made in Austria: Loyalität und Engagement

von in HR, Jobsuche am Montag, 19. Dezember 2011 um 13:08

Gute Führungskräfte zu finden ist schon schwer – sie zu halten noch viel mehr. Auch in Österreich stehen viele Personaler vor der Herausforderung, Schlüsselpositionen langfristig und vor allem adäquat zu besetzen. Welche Kompetenzen zählen bei der Auswahl eines geeigneten Kandidaten wirklich? Mit dieser Frage befasst sich das Robert Half Institut in seiner aktuellen Veröffentlichung seiner Work Place Survey. Es zeigt sich: Fachwissen allein reicht in Österreich nicht aus.

Es scheint die Suche nach einer geeigneten Führungspersönlichkeit wird immer mehr zu „Back dir deine Führungskraft“. Man nehme fachliche Kompetenz, füge noch ein wenig Kommunikationstalent hinzu und zum Schluss noch eine Prise Loyalität mit einem Schuss Engagement. Vergessen Sie dabei nicht die innovative Denkweise schon vorzubacken. Fertig ist die Führungskraft! Allein die Zutatenmenge variiert in den Nachbarländern!

Während in Deutschland und der Schweiz vor allem die fachliche Kompetenz dominiert, liegt in Österreich der Fokus auf anderen Qualitäten. Zwar ist innovative Denkweise ein Muss (16 Prozent) und auch eine gut entwickelte Kommunikationsfähigkeit (14 Prozent) essentiell, aber das Wichtigste für österreichische Unternehmen ist: Loyalität und Engagement (34 Prozent)! Im Gegensatz zu unseren beiden Nachbarländern achten heimische Unternehmen eher auf das Gesamtbild und setzen auf Langfristigkeit.

Unentdeckt und doch vorhanden

Oft bleiben potenzielle Führungskräfte in den eigenen Reihen unentdeckt. „Unternehmen müssen bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern mit Führungsqualitäten nicht in die Ferne schweifen, denn oftmals schlummern ungeahnte Talente innerhalb der Firma“, erklärt Darren Payne, Associate Director bei Robert Half International. Aktuell hat jedes zweite Unternehmen in der D-A-CH-Region kein eigenes Talent-Management-Programm, um Führungskräfte intern auszubilden und vor allem zu identifizieren! Daher rät Payne: „Es ist wichtig, einen Talentpool aufzubauen, um vielversprechende Kandidaten rechtzeitig zu erkennen und sie zu Führungspersönlichkeiten auszubilden. Das Fördern der eigenen Mitarbeiter hat einen weiteren positiven Effekt: Es steigert die Arbeitgeberattraktivität.“

Bildnachweis: www.colourbox.com

Redaktion

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