Studie: Lob im Job ist das schönste Lob

von in Arbeitsleben am Freitag, 12. Oktober 2012 um 08:53

Lob zählt für viele als härteste Währung, wenn es um die Motivation eines Menschen geht. Dabei ist jedoch, wie eine neue Studie für das Happiness Institut zeigt, Lob nicht gleich Lob. So ist es demnach für jeden zweiten Arbeitnehmer wichtiger am Arbeitsplatz gelobt zu werden, als von Freizeitpartnern und Bekannten geschätzt zu werden. Und wer im Arbeitsumfeld ausreichend gelobt wird, der dankt es seinen Vorgesetzten und Kollegen laut Studie mit mehr Effizienz.

Zufriedenheit und Bestätigung

2000 Menschen hat das deutsche Marktforschungsinstitut Forsa zum Thema Lebensfreude befragt, wie sich dabei herausstellte, spielt die Arbeit in Bezug auf ein glückliches Leben eine wichtige Rolle. So ist für 54 Prozent der Befragten das Lob am Arbeitsplatz das schönste Lob, nur 47 Prozent der Befragten ist die Anerkennung von Freizeitpartnern und 43 Prozent jenes von Bekannten wichtiger. Hier zeigt sich: die Arbeit ist für den Arbeitnehmer von heute eine wichtige Quelle der Zufriedenheit und auch Bestätigung.

Lebensfreude und Spaß im Büro

Weiters wirkt sich das Lob, wie viele Studien zuvor bereits zeigten, auch darauf aus, wie die Arbeit erledigt wird. Laut der Studie arbeiten Menschen mit mehr Lebensfreude gründlicher (81 Prozent gegenüber 61 Prozent mit weniger Lebensfreude), effizienter (72 gegenüber 53 Prozent) sowie rascher. Denn Leute die gelobt werden, schieben Dinge weniger oft auf (45 gegenüber 33 Prozent). Zudem wirkt sich die Lebensfreude der Mitarbeiter freilich auch positiv auf das Arbeitsklima aus und so wundert es nicht, dass 58 Prozent der lebensfrohen Mitarbeiter oft oder sehr oft mit ihren Kollegen lachen.

Weiterbildung als goldener Schlüssel

Als goldener Schlüssel für Lebensfreude und Motivation hat sich, so die Studienautoren, die Weiterbildung herausgestallt. Unter der wichtigen Voraussetzung, dass das Lernen freiwillig geschieht, ist dieses für 79 Prozent der Befragten besonders motivierend. Dies gilt jedoch nur für die Gruppe der 30- bis 45-Jährigen. Für jüngere Arbeitnehmer – die gerade erst ihre Ausbildung abgeschlossen haben – ist Weiterbildung (verständlicherweise) weniger motivierend. Übrigens: je höher der Bildungsabschluss desto höher die durchschnittliche Lebensfreude.

Bildnachweis: Colourbox

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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