Lesestoff zum Wochenende – Heute: Das Wusel-Management

von in Arbeitsleben am Freitag, 19. April 2013 um 09:28

Selbstkritik ist wichtig und bis zu einem gewissen Grad auch gesund. Manchmal jedoch ist die kritische innere Stimme zu laut und mentale Blockaden können folgen. Wer extrem selbstkritisch ist, der hat es wirklich nicht leicht – und das hat viele Gründe. Einer davon ist, dass Selbstkritiker sich weniger zutrauen. Als Lesestoff für das bevorstehende Wochenende stellen wir heute das neue Buch „Wusel-Management“ vor. Autorin Claudia Hupprich zeigt darin unter anderem auf, welche Selbstsabotageprogramme in uns ablaufen können. Übrigens: Drei Bücher werden verlost!

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Was ist ein Wusel eigentlich?

Zuallererst: Wer bei Wusel an einen Brösel oder Krümel denkt, liegt falsch. Der Begriff kommt vom Englischen Wort „Wouzel“ und meint „ein mentales Sabotageprogramm, das eine Person am Erreichen eines definierten Ziels hindert, blockiert oder sabotiert.“

„Jetzt mach dich doch nicht lächerlich“

Typische Wusel-Sätze etwa sind: „Das wird doch sowieso nichts“, „Mach dich doch nicht lächerlich“ oder „Freu dich mal lieber nicht zu früh“. So etwas schon mal zu sich selbst gesagt? Oft, so Hupprich, stehen wir uns schlicht und einfach selbst im Weg. So etwa der Redner, der, je näher sein Vortragstermin rückt, immer stärker davon überzeugt ist, dass der Inhalt sowieso niemanden interessiert. Diese Überzeugung wird dann zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Denn wer, wenn nicht der Vortragende selbst, sollte dann begeistert sein?

Blockade zwischen uns und unseren Zielen und Wünschen

Generell, so bestätigt sich beim Lesen rasch, sind wir nicht immer gut zu uns selbst. Wir zweifeln ständig an uns. Manchmal leise, manchmal schreiend laut und auch richtig gemein. Das Resultat? Eine haushohe Blockade zwischen uns und unseren Zielen und Wünschen. Manchmal hindern wir uns selbst sogar äußerst erfolgreich vor der Erfüllung unserer Träume – und zwar in dem wir gute Ideen so lange zerpflücken, bis wir das Gute oder Geniale darin nicht mehr sehen können. Dies zeigt sich etwa wenn es um die eigene berufliche Selbständigkeit geht. Wer zu sehr zweifelt, wird diesen Schritt nie wagen – und sich wohl ewig grämen.

Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust

Autorin Claudia Hupprich

Die Wusel sind, so erklärt die Autorin ziemlich anschaulich, bunt und zudem wahre Multitalente, die in fast jeder Lebenssituation auftreten können. Denn wer kennt sie nicht, die inneren Diskussionen vor einer Sporteinheit? Die eine Stimme sagt in etwa: „Das war der Plan, du warst gestern nicht laufen also musst du heute gehen.“ Die andere Stimme aber sagt: „Es ist Sonntagmorgen, stressige Familienbesuche stehen am Programm und Schlaf ist wichtig, um ausgeruht für die kommende Arbeitswoche zu sein.“ Wie sagte Johann Wolfgang von Goethe so treffend? „Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen …“

Die Wusel zum Schweigen bringen

Humorvoll, anschaulich und gespickt mit Zitaten von Twain bis Goethe schafft es die Autorin, ein ernstes Thema spannend zu transportieren und zudem Hoffnung zu geben, die eigenen Wusel zum Schweigen bringen zu können. Neben der Vorstellung der gängigsten Sabotageprogramme – vom Zwergenmacher über den Regelfanatiker bis hin zur Heulboje – gibt es hilfreiche Praxistipps, wie man seinen inneren Kritiker für sich gewinnen kann. Die besten Wusel kann man übrigens in der Hall of Fame auf  wuselmanegement.de nachlesen.

Und weil es so lustig war, verlosen wir den Lesespaß gleich drei Mal.

Zu Gewinnen: Drei Ausgaben des Buches „Wusel-Management“ von Claudia Hupprich.

Einfach eine E-Mail mit dem Betreff “Wusel-Management” an marketing@karriere.at senden. Die drei Bücher werden unter allen Einsendungen verlost – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bildnachweis: Konstantynow / Quelle Shutterstock, NLshop / Quelle Shutterstock, BusinessVillage

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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