Lesestoff zum Wochenende: „Kreativitätstraining für Nicht-Kreative“

von in Arbeitsleben am Freitag, 13. September 2013 um 10:35

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ – legt man dieses berühmte Zitat von Paul Watzlawik auf das Thema Kreativität um, so würde es heißen: Man kann nicht nicht kreativ sein. Wie Wolfgang Traub, freischaffender Künstler und Autor von Flügel am Kopf, anschaulich darstellt, ist wirklich jeder Mensch kreativ. Viele sind sich dessen einfach nicht bewusst. Ein großer Nachteil, beruflich und privat. Mit vielen Übungen und Tipps schafft es Traub, wohl (fast) jedem ein stolzes: „Ich bin kreativ!“ zu entlocken.

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Think Outside the Box

Mit Kreativität werden gerne Eigenschaften wie klug, bunt, interessant, erfolgreich und irgendwie auch glücklich assoziiert. In beruflicher Hinsicht wird sie oft gleichgesetzt mit Erfolg, wer außerhalb der Box denken kann, ist klar im Vorteil. Dass Kreativität eine erstrebenswerte Fähigkeit ist, ist somit klar. Dennoch oder gerade deswegen haben viele Menschen ein, sagen wir mal, gestörtes Verhältnis zu ihr.

Jeder ist kreativ – viele wissen es nur nicht

kreativ„Mach du, ich bin nicht kreativ genug.“ Schon mal gesagt? Falls ja sollte man nun besonders aufpassen. Denn diese Ausrede gilt bald nicht mehr: „Sie sind kreativ – ob Sie es wollen oder nicht“, erklärt Wolfgang Traub. Und zwar auch oder gerade dann, wenn man es vielleicht gerade nicht merkt. Alltägliche Kreativität zeigt sich laut Traub bei vielen Tätigkeiten – hier einige Beispiele: Terminplan aufstellen, Feier, Sitzung oder Veranstaltung organisieren, Wohnung, Büro oder Garten gestalten, Vortrag oder Präsentation schreiben, einen Plan machen oder eine Wegbeschreibung erstellen, Entscheidungen treffen, eine Bierflasche mit dem Feuerzeug öffnen, Zigarette am Toaster anzünden, einen Spitznamen erfinden, mit einer Metapher oder einem Vergleich argumentieren, Weihnachtsgeschenke aussuchen etc.

Wieso halten sich so viele für unkreativ?

„Der Mensch ist von Natur aus zu kreativem Handeln und Denken fähig und nutzt seine Kreativität ganz selbstverständlich – oft spontan und meist ohne sich dessen bewusst zu sein“, so Traub. Wieso halten sich aber so viele Menschen für unkreativ? Aus Gewohnheit, so Traub. Denn auf Abruf gute Ideen zu haben, ist gar nicht so einfach und der Zugang zur eigenen Kreativität oft versperrt.

Traub nennt vier Hindernisse des uneingeschänkten Einfallsreichtums:

  1. Die Trägheit unserer Gewohnheiten
  2. Die Ungeduld und die Erwartung, die perfekte Idee umgehend geliefert zu bekommen
  3. Die Angst, als Träumer oder Spinner angesehen zu werden, wenn wir den Boden der Rationalität verlassen und
  4. Der Perfektionismus, der uns hemmt, uns auf die irrationale Bühne der Kreativität zu begeben.

Noch mal: Jeder Mensch kann kreativ sein – manche müssen jedoch daran erinnert werden. Dies macht Traub mit vielen praktischen Beispielen und einfachen Anleitungen. Die Übungen machen nicht nur Spaß, sie zeigen auch auf, wie man bewusst mit der eigenen Schöpfungskraft umgehen kann. Denn ja, selbst der kreative Prozess kann und will logisch gesteuert werden. Nachmachen wärmstens empfohlen.

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Bildnachweis: ollyy / Quelle Shutterstock, alphaspirit / Quelle Shutterstock
Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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