Lesestoff zum Wochenende: Wirtschaftsfaktor Hochsensibilität

von in Arbeitsleben, HR am Freitag, 22. November 2013 um 10:30

Hochsensibilität ist ein Thema, welches zum Glück immer mehr Beachtung findet. Denn bis zu 20 Prozent aller Menschen sind hochsensibel, was nichts anderes bedeutet, als dass ihr Nervensystem sensibler als das der meisten Menschen ist. Besonders im Arbeitsleben – Stichwort Großraumbüro – macht sich diese Tatsache bemerkbar. Wissenschaftlich damit auseinandergesetzt hat sich Ronald Lengyel, der bereits in einem Interview hier im Blog seine Expertise unter Beweis stellte. Seine als Buch erschienene Masterarbeit trägt den Titel: „Wirtschaftsfaktor: Hochsensibilität“.

Übrigens: Auch diesmal verlosen wir drei der Bücher – mehr dazu unten!

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Intensivere Wahrnehmung von Geräuschen, Licht & Co.

Wie eingangs erwähnt, ist das Thema der Hochsensibilität besonders im Arbeitsprozess von großer Bedeutung. Da betroffene Mitarbeiter sich oft nicht aussuchen können, wo sie sitzen bzw. wie ihre konkrete Arbeitsumgebung aussieht, sind ihre individuellen Arbeitsbedingungen oft alles andere als optimal. Bedenkt man, dass Hochsensibilität sich durch eine intensivere Wahrnehmung von beispielsweise Geräuschen, Licht, Gerüchen oder Stimmungslagen auszeichnet, wird schnell klar, dass diese „Gabe“, wie Lengyel sie bezeichnet, auch Probleme im Alltag mit sich bringt. So sind Hochsensible weniger stressresistent, weisen eine höhere Schreckhaftigkeit auf, sind rasch gereizt und haben zudem ein hohes Rückzugsbedürfnis.

Positiven Aspekte der Hochsensibilität

Auf der anderen Seite, so Lengyel, stehen jedoch die vielen positiven Aspekte, die mit der Hochsensibilität einher gehen. Diese sind unter anderem:

  • Ausgeprägte Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen
  • Hohe Intuition
  • Perfektionismus und Verlässlichkeit
  • Sehr gute Wahrnehmung von Details
  • Hohe Kreativität

Schnell wird also klar, dass sich durch dieses Thema besondere Herausforderungen für den Arbeitsmarkt ergeben. Denn einerseits nehmen Stress und internationaler Wettbewerb zu, andererseits sind es die qualifizierten Mitarbeiter, mit denen der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt. In seiner Masterarbeit analysiert Lengyel die aktuelle Wahrnehmung und Einschätzung der Hochsensibilität in deutschsprachigen Unternehmen. Er kommt zu dem Schluss, dass das Wissen und der richtige Umgang mit den Hochsensiblen ein wesentlicher Faktor für gutes Betriebsklima UND motivierte Mitarbeiter sind.

Stoff für weitere Auseinandersetzungen

Fazit: Empfehlenswerte Lektüre für alle jene, die sich mit diesem spannenden Thema beschäftigen – ob (hochsensible) Führungskraft oder Mitarbeiter. „Wirtschaftsfaktor: Hochsensibilität“ ist eine wissenschaftliche Arbeit, zahlreiche Studienverweise sowie die Studie von Lengyel selbst bieten Stoff für spannende weitere Auseinandersetzungen mit diesem Thema.

Hier geht es zu einer Leseprobe des Buches.

Zur Person: Ronald Lengyel

Ronald Lengyel, Magister (FH) für wirtschaftswissenschaftliche Berufe, MSc im Bereich Coaching und Organisationsentwicklung, HTL-Matura im Bereich Holztechnik und Holzwirtschaft. Spezialisiert auf emotionale und soziale Kompetenz und Hochsensibilität. In Gründung von pemotion – persönliche systemische Entwicklung, mit dem Fokus auf Coaching, Organisationsentwicklung, Team und Personalentwicklung, Seminare und Workshops. Ausbildung zum akademischen Organisationsentwickler und Coach und Experte für Hochsensibilität im privaten und beruflichen Umfeld. Trainer an der Abendakademie Linz, 10 Jahre Vertriebserfahrung als Marketing- und Produktmanager, technischer Geschäftsleiter und Vertriebsverantwortlicher in diversen Branchen wie Lebensmittel, Lifestyle und Schmuck, Werkzeuge und Kleinteile in der Bauwirtschaft.

cover_hochsensibelZu Gewinnen: Drei Ausgaben von “Wirtschaftsfaktor: Hochsensibilität”

Einfach bis 1. Dezember 2013 eine E-Mail mit dem Betreff „Hochsensibilität“ an marketing@karriere.at senden. Die drei Bücher werden unter allen Einsendungen verlost – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bildnachweis: Artem Furman / Quelle Shutterstock
Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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