Lebensqualität und Karriere? Zu Wien gibt es keine Alternative!

von in Arbeitsleben, Arbeitsmarkt am Donnerstag, 17. Juni 2010 um 14:20

Wien, Wien, nur du allein sollst stets die Stadt mit der höchsten Lebensqualität sein“ – so oder so ähnlich könnte die neue inoffizielle Hymne der Stadt Wien lauten. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist die österreichische Hauptstadt laut der jährlich durchgeführten Mercer Studie auf Platz eins im weltweiten Stadtranking in Bezug auf Lebensqualität gelandet. Auf Platz zwei und drei sind knapp dahinter (wie auch im Vorjahr) Zürich und Genf gelandet.

Befragt werden bei der Studie im Ausland tätige Geschäftsleute. Dabei werden, politische, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten abgefragt, sowie auch die Zufriedenheit mit dem jeweiligen Verkehrsangebot und öffentlichen Dienstleistungen. Kriterien, die auch für Suchende von Jobs in Wien immer wichtiger werden.

Ein gutes Beispiel für die Relevanz der Lebensqualität bei der Standortwahl von Unternehmen ist der amerikanische Internetkonzern Google. 2004 hat Google, neben dem Hauptquartier im Silicon Valley (Kalifornien) und Bangalore (Indien), auch in Zürich ein neues Forschungszentrum errichtet. Bis dahin war Zürich nicht gerade als Standort für Hightech Unternehmen bekannt, doch Google hat andere Vorzüge an dem neuen europäischen Standort erkannt.

Ohne Konkurrenz in Österreich? Leben und arbeiten in Wien.

Bieten mehrere Regionen ähnlich gute Vorraussetzungen in Bezug auf Steuern und Infrastruktur, so sind es meistens die „weiche Faktoren“ die ausschlaggebend sind. Dazu zählt in erster Linie Lebensqualität, welche in direktem Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Personal steht.

Einkaufsmöglichkeiten, Ruhe, gutes Wohnumfeld, Nähe zur Natur, nachbarschaftliches Umfeld, öffentliche Verkehrsanbindung, gute Infrastruktur, Freizeit und Erholungsmöglichkeiten, intakte Umwelt (gute Luft) und weniger Verkehr sind die zehn meistgenannten Kriterien in Bezug auf hohe Lebensqualität. Schlagworte, nach denen sich auch modere Unternehmen bei der Standortwahl richten, sofern die Grundvoraussetzungen abgedeckt sind.

Google hat, um selbst einen Beitrag zur Lebensqualität zu leisten, allen seinen Mitarbeitern Fahrräder für den Weg von und zur Arbeit geschenkt. Randy Knaflic in einem Interview mit der Schweizer Zeitung Blick.ch über die Wahl des Standortes: Die Stadt liegt mitten in Europa, das ist schon mal ein Riesenvorteil. Entscheidend aber ist die ETH, dort studieren viele Talente. Wir haben einen hohen Bedarf an hervorragenden, jungen und äusserst motivierten Absolventen. Ein weiterer Grund sind die hohe Lebensqualität und die kulturelle Mischung. Zürich ist ganz einfach die perfekte Google-Stadt.“

Tja, scheint so, als ob es für Hightech-Unternehmen und für Arbeitnehmer, die bei einem solchen einen Job finden wollen, in Österreich Wien die Stadt der Wahl sein muss.

Was meint ihr? Welche anderen Städte sind bei der Studie durch den Rost gerutscht, würden sich aber als Hightech-Standorte durchaus empfehlen?

Redaktion

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