Lebenslauf: Finanzchefs sehen in Österreich genauer hin

von in Arbeitsmarkt, Bewerbung, HR, Jobsuche am Dienstag, 5. Juni 2012 um 09:59

Wie wichtig ein professioneller und auf das Unternehmen zugeschnittener Lebenslauf besonders in Österreich ist, zeigt die aktuelle Workplace Survey des Personaldienstleisters Robert Half. Bis zu 15 Minuten investieren rund zwei Drittel aller österreichischen CFOs (Chief Financial Officers) in die Sichtung der eingereichten Papiere. In zwölf Prozent der Fälle, so das Ergebnis der Umfrage, wird ein einzelner Lebenslauf sogar länger als 20 Minuten auf Stimmigkeit geprüft.

Österreicher sehen im Ländervergleich genauer hin

Damit, so der Personaldienstleister, sehen österreichische Finanzvorstände deutlich genauer hin als ihre deutschen Kollegen. Dort gaben knapp zwei Drittel an, sich nur maximal neun Minuten mit den Bewerbungsunterlagen von Kandidaten zu beschäftigen. Die Personalexperten von Robert Half raten österreichischen Bewerbern durch die Erkenntnisse der Workplace Survey zweierlei: Zum einen sollte genügend Zeit in die Erstellung eines inhaltlich wie strukturell überzeugenden Lebenslaufes investiert werden. Zum anderen sollten Bewerber ihren Lebenslauf immer gezielt an die jeweilige Stellenausschreibung anpassen.

Sehr spezifische Anforderungen an die Mitarbeiter

Den Grund, weshalb sich die CFOs bei der Sichtung der Lebensläufe viel Zeit lassen, sehen die Studienautoren darin, dass oft Mitarbeiter mit sehr spezifischen Qualifikationen und entsprechendem Know-How gesucht werden. „Lebensläufe, die offensichtlich einmalig erstellt und dann pauschal für mehrere Stellenangebote genutzt werden fallen auf und werden nicht selten zur Seite gelegt“, so Sven Hennige, Managing Director bei Robert Half International. Die Finanzvorstände sehen zudem, zu diesem Schluss führt die Studie unter 2500 CFOs aus 19 Ländern, genauer hin als Personalchefs. Diese entscheiden, so eine frühere Studie, in bis zu zehn Minuten, ob sie ein Bewerbungsgespräch auch ein zweites Mal in die Hand nehmen.

Je höher die Position, desto länger der Bewerbungsprozess

Weiters ergab die Studie, dass es auch Unterschiede bei der Dauer des Bewerbungsprozesses gibt. Zwar dauert es, bis in Österreich ein CFO einen Mitarbeiter mit Führungsverantwortung rekrutiert hat, ebenso wie in Deutschland  in der Hälfte aller Fälle bis zu acht Wochen. Wenn es jedoch um die Einstellung von Personal ohne Führungsaufgaben geht, ist Österreich deutlich schneller als Deutschland. Vier Fünftel (80 Prozent) der CFOs in Österreich haben die Suche nach maximal acht Wochen erfolgreich beendet. In Deutschland schaffen dies nur 63 Prozent.

„Nicht verunsichern lassen“

„Bewerber sollten sich nicht davon verunsichern lassen, dass ihr Profil genau angeschaut wird, denn aktuell beobachten wir eine starke Nachfrage nach Fachkräften auf allen Hierarchieebenen. Daher kann es sich für Bewerber lohnen, gerade jetzt die Augen nach spannenden Stellen offenzuhalten und den Bewerbungsprozess mit einem professionell aufbereiteten Lebenslauf zu starten“, so Hennige.

 

Hier die fünf wesentlichen Punkte, die es bei der Erstellung eines Lebenslaufes zu beachten gibt:

Fotonachweis: Colourbox

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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