Sommer, Sonne, Strand und Meer! Endlich lässt sich die Sonne auch in Österreich wieder blicken und gibt uns einen Vorgeschmack auf das kommende lange Wochenende. Vielleicht nutzen Sie diese Gelegenheit auch gleich für einen Spontanurlaub. Doch ist ein Spontanurlaub in Ihrem Unternehmen überhaupt möglich? karriere.at fragte in seiner Juli-Umfrage: Wie flexibel sind Österreicher bei ihren Urlaubstagen? Bekommen Sie für einen Last-Minute-Urlaub frei oder müssen Sie sich schon Monate vorher in Urlaubslisten eintragen? Das Ergebnis der Studie zeigt: Österreichs Unternehmen sind in der Urlaubsplanung flexibel – solange sich die Mitarbeiter um eine Vertretung kümmern.
Österreichs Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben nicht immer dieselben Ansichten. Das zeigt auch unsere aktuelle Umfrage zum Thema Urlaubsplanung. 541 Arbeitnehmer und 162 Arbeitgeber nahmen teil und es zeigt sich, dass das Thema Urlaubsplanung von den beiden Parteien unterschiedlich aufgefasst wird. Offenbar sind nur wenige Chefs über kurzfristige Urlaubsmeldungen erfreut, allerdings sind 60 Prozent der befragten Arbeitnehmer überzeugt, dass sie problemlos kurzfristig Urlaub bekommen.
Voraussetzung für Flexibilität ist für 44 Prozent der befragten Firmen, dass die Mitarbeiter sich um eine Vertretung kümmern. „Gerade bei Arbeitnehmern in Schlüsselpositionen ist es wichtig, dass diese ihren Urlaub langfristiger planen. So wird sichergestellt, dass auch im Sommer nichts liegen bleibt“, so karriere.at Geschäftsführer Jürgen Smid zur Umfrage.
Betriebsurlaube als Auslaufmodell?
Was die Umfrage ebenfalls deutlich zeigt, ist, dass der Betriebsurlaub offenbar ein Auslaufmodell ist. Nur noch 10 Prozent der Arbeitgeber und 5 Prozent der Arbeitnehmer sind davon betroffen. „Dem Bedürfnis der Arbeitnehmer nach zunehmender Flexibilität wird damit Rechnung getragen. Abgesehen von Industrieunternehmen, die mit ihren Produkten saisonalen Schwankungen unterworfen sind, realisieren auch immer mehr Arbeitgeber, dass ein Betriebsurlaub Produktivitätseinschränkungen mit sich bringt und damit negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben kann“, kommentiert Jürgen Smid.
Für eine gleichmäßige Verteilung ihrer Urlaubstage scheinen die Österreicher selbst zu sorgen. So haben Mediaanalyse-Daten des Unternehmens Mindshare ergeben, dass in keiner Woche des Jahres mehr als 4 Prozent der Österreicher auf Auslandsurlaub sind. Die Anforderungen an die Urlaubsplanung haben sich verändert. Von den Arbeitgebern wird Flexibilität gefordert, dafür verlangt man eine passende Vertretung von den Arbeitnehmern. Wenn beide Parteien diese Anforderungen erfüllen können, dann steht auch einem Last-Minute-Trip nichts im Weg!
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